Bertelsmann mit Gewinnsprung auf 1,1 Mrd. Euro und neuer Konzernstruktur / Random House in Deutschland entwickelt sich „besser als der Markt“ und steigert Gewinn & Umsatz

Heute hat der Bertelsmann Konzern in seiner Bilanzpressekonferenz in Berlin die Geschäftszahlen für das Jahr 2015 vorgelegt. Demnach erreichte der Umsatz mit 17,1 Milliarden den höchsten Wert seit neun Jahren.

Markus Dohle, Karin Schlautmann, Thomas Raabe (r.)

Den strategischen Fortschritten trägt das Unternehmen mit einer neuen Konzernstruktur Rechnung, die künftig acht statt bisher fünf eigenständige Unternehmensbereiche umfasst. Damit sei der Konzernumbau abgeschlossen, so der Vorstandsvorsitzende Thomas Raabe.

Markus Dohle, CEO von Penguin Random House, teilte mit, dass die Integration der beiden Unternehmen fast drei Jahre nach deren Zusammenschluss nun abgeschlossen ist. Der Umsatz stieg um 11,8 Prozent auf 3,7 Mrd. Das Unternehmen setzt auf den Onlinehandel und auf den stationären Handel. „Die Vielfalt unserer Inhalte kann nur mit effektiver Leserkommunikation und gleichzeitiger Erhaltung der Vielfalt im Buchhandel gesichert werden“, so Dohle.

Die Anteile der Buchverlagsgruppe werden – mit Ausnahme des vollständig zu Bertelsmann gehörenden deutschen Geschäfts – zu 53 Prozent von Bertelsmann und zu 47 Prozent von Pearson gehalten. Daran werde sich auch in diesem Jahr nichts ändern, sagte Raabe auf Nachfrage. Pearson habe aber 2017 die Option, aus dem Zusammenschluss auszusteigen. Gegebenenfalls werde Bertelsmann 70 bis 75 Prozent des Pearson-Anteils übernehmen und sich einen langfristig orientierten Partner suchen. Man habe eine Call-Option und könne entscheiden, mit welchem Investor man zusammenarbeitet. „Wir wollen Penguin Random House langfristig in noch höherem Maße an Bertelsmann binden“, so Raabe.

Zu den nachgefragtesten Veröffentlichungen des Jahres zählte Paula Hawkins’ Debütroman Girl on the Train, von dem Penguin Random House im englisch- und deutschsprachigen Raum mehr als sieben Millionen Exemplare in allen Formaten – gedruckt, E-Book oder Hörbuch – absetzte. Grey, der neue Roman von E L James aus der Reihe Fifty Shades, wurde in Englisch, Deutsch und Spanisch 8,5 Mio. Mal verkauft. Im Kinder- und Jugendbuchbereich waren insbesondere Titel von Dr. Seuss mit insgesamt 10,8 Millionen verkauften Exemplaren und Diary of a Wimpy Kid: Old School von Jeff Kinney mit 1,2 Millionen verkauften Exemplaren erfolgreich.

Die Verlagsgruppe Random House in Deutschland steigerte den Umsatz, erreichte einen Rekord beim operativen Ergebnis und entwickelte sich damit besser als der Markt. Zu den meistverkauften Titeln gehörten Die Betrogene von Charlotte Link und Altes Land von Dörte Hansen.

Thomas Rabe: „Bertelsmann wird seinen Expansionskurs auch im laufenden Jahr fortsetzen, um noch wachstumsstärker, digitaler und internationaler zu werden. Mit der neuen Struktur ist Bertelsmann dafür bestens aufgestellt – wir werden unser hohes Tempo beibehalten und weiter in unsere Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsgeschäfte investieren. Für 2016 rechnen wir mit einem höheren Umsatz und einer weiterhin hohen operativen Profitabilität. Im kommenden Jahr streben wir erneut ein Konzernergebnis an, das die Milliarden-Grenze übersteigt. Mittelfristig wollen wir außerdem einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro erreichen.“

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