Mit 10.000 Schweizer Franken dotiert Katharina Schultens erhält den Basler Lyrikpreis 2019

Katharina Schultens (c)Dirk Skiba

Der Basler Lyrikpreis 2019 geht an die Lyrikerin Katharina Schultens. Die Jury würdigt Katharina Schultens für ihre „ungeheure Sprachkraft, die in ihrer Gradlinigkeit ins Herz der Gegenwart trifft.“ Die Preisverleihung findet im Rahmen des 16. Internationalen Lyrikfestivals Basel am Samstag, 26. Januar 2019 um 18:00 Uhr im Literaturhaus Basel statt. Die Laudatio hält Alisha Stöcklin.

Aus der Begründung der Jury: „Katharina Schultens’ Dichtung durchleuchtet mit sachlicher Sorgfalt die Strukturen gegenwärtigen Daseins: Sie wühlt auf, versucht sich immer wieder an der Ordnung der Dinge, die sich doch nicht stabilisieren lassen zwischen den Welten, in denen wir existieren: den Traum- und Gefühlswelten, den digitalen und analogen, den wissenschaftlichen, technologisierten, geschichtlichen und mythischen. Schultens überträgt moderne Prozess- und Verwertungslogiken in eine poetische Aktivität, die unerwartete Verbindungen herstellt, gewohnte Denkwege und Wahrnehmungsmuster durchkreuzt und so neue Erkenntnisräume freilegt“.

Mit dem Basler Lyrikpreis zeichnen Lyrikerinnen und Lyriker der Basler Lyrikgruppe (dieses Jahr Rudolf Bussmann, Wolfram Malte Fues, Claudia Gabler, Ariane von Graffenried, Simone Lappert und Alisha Stöcklin) jährlich das Werk einer Kollegin oder eines Kollegen aus. Der Basler Lyrikpreis wird an Dichterinnen und Dichter verliehen, deren Werk sich durch Innovationskraft und durch den Mut zu konsequentem und eigenwilligem Arbeiten mit Sprache auszeichnet. Er soll dazu beitragen, herausragende Stimmen einer breiteren Öffentlichkeit bekanntzumachen. Der mit 10.000 Franken dotierte Basler Lyrikpreis wird von der GGG gestiftet. Er wird einmal jährlich während des Internationalen Lyrikfestivals Basel verliehen. Frühere Preisträger waren u.a. Dagmara Kraus (2018), Walle Sayer (2017), Ron Winkler (2016), José F. A. Oliver (2015), Anja Utler (2014), Elisabeth Wandeler-Deck (2013) und Klaus Merz (2012).

 

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