Über 3.000 Schüler aus allen Bundesländern haben entschieden Jo Witek gewinnt den Prix des lycéens allemands 2019

In Anwesenheit der französischen Botschafterin Anne-Marie Descôtes wurde gestern auf der Leipziger Buchmesse bereits zum 15. Mal der Literaturpreis Prix des lycéens allemands verliehen. Die Auszeichnung geht an Jo Witek für ihr Buch Une fille de… (Actes Sud Junior).

Jo Witek überzeugte die Bundesjury, bestehend aus teilnehmenden Schülerinnen und Schülern, mit ihrer Geschichte einer Mutter-Tochter-Liebe: Hanna ist die Tochter von Olga, einer Prostituierten aus der Ukraine. Für Olga und für alle anderen Frauen, die dieses Schicksal teilen, beschließt Hanna, sich nicht mehr zu schämen und erhobenen Hauptes ihre Geschichte zu erzählen.

Für das Jahr 2019 waren außerdem drei weitere Romane der neueren französischen Jugendliteratur nominiert:

  • Dans la forêt de Hokkaido von Éric Pessan (Ecole des loisirs)
  • La maraude von Ahmed Kalouaz, (Éditions du Rouergue)
  • Un détective très très très spécial von M. Romain Puértolas (La joie de lire)

Die Preisverleihung bildete wieder den Höhepunkt eines einjährigen Literaturprojekts, in dem über 3.000 Schülerinnen und Schüler aus allen 16 Bundesländern intensive Begegnungen mit Originaljugendliteratur und ihren Autorinnen und Autoren erlebten – „des livres, des auteurs et toi!“, wie es das Motto des Projekts beschreibt. Hendrik Funke, Redaktionsleiter beim Verlag Ernst Klett Sprachen, überreichte das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Der Prix des lycéens allemands ist eine Initiative der Französischen Botschaft Berlin, des Instituts Français Deutschland und der Kultusministerien der Bundesländer in Zusammenarbeit mit der Ernst Klett Sprachen GmbH. Seit seinen Anfängen im Jahr 2004 engagiert sich der Verlag in Form von organisatorischer und finanzieller Unterstützung. Viele mit dem Prix ausgezeichnete Jugendbücher wurden bereits vom Verlag ins Literaturprogramm aufgenommen und mitsamt Begleitmaterial für Lehrende herausgegeben, so auch der Gewinnertitel von 2018 Le fils de l’Ursari von Xavier-Laurent Petit. Hendrik Funke ist beeindruckt: „So viele Schülerinnen und Schüler engagieren sich Jahr für Jahr für den Prix des lycéens allemands und gehen damit über das hinaus, was im Rahmen des Französischunterrichts verlangt wird. Das ist nicht selbstverständlich und verdient Beachtung.“

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.