Veranstaltungen Jean-Paul-Preis zum 19. Mal verliehen

Ursula Krechel wurde gestern bei einem Festakt in Schloss Nymphenburg gewürdigt.

Verleihung des Jean Paul Preises an die Schriftstellerin Ursula Krechel durch StM Bernd Sibler (c) StMWK/Andreas Gebert

Der Bayerische Kunstminister Bernd Sibler betonte im Hubertussaal des Schlosses das literarisch-politische Engagement der 1947 in Trier geborenen Ursula Krechel. „Sie ergreift das Wort für diejenigen, die in der deutschen Nachkriegsgeschichte kaum eine Stimme haben. Sie spricht an, was bewusst verschwiegen wurde.“ Laudator Michael Stolleis zeigte sich überwältigt vom Ausdruckszwang der Autorin.

Zu den 19 Vorgängern Krechels gehören Friedrich Dürrenmatt, Siegfried Lenz, Gertrud Fussenegger, Sarah Kirsch oder Brigitte Kronauer. Der Jury gehören derzeit Katrin Lange, Niels Beintker, Thomas Geiger, Holger Pils und Stephanie Waldow an. „Ursula Krechel schildert die Anfangsjahre der Bundesrepublik mit großer Empathie für die Verleumdeten, die Geflohenen und die Entrechteten. Ihre Literatur leistet unverzichtbare Erinnerungsarbeit“, so die Jury.

In ihrer Dankesrede sagte Krechel: „Das Gute kann sich gegen das Böse oft nur mit Gewalt wehren.“ Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Krechels Bücher erscheinen seit 2001 im Verlag Jung und Jung.

nb

 

 

 

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