Autoren, die der Freiheit das Wort geben Husch Josten erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung

Die Autorin Husch Josten erhält in diesem Jahr den mit 20.000 Euro dotierten Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das teilte die Stiftung heute in Berlin mit.

Die Jury begründete ihre Entscheidung so: „Die Schriftstellerin Husch Josten greift heikle Themen unserer Gegenwart auf: Terrorismus und Fundamentalismus in Europa, Globalisierungsangst und Glaubensmut, ideologische Verfestigung und religiöse Indifferenz, Freiheit des Gewissens und Menschenwürde. Diese großen Themen behandelt sie fundiert und bestens recherchiert, nie aber lehrmeisterlich, vielmehr lakonisch und leicht, spannungs- und humorvoll, eingebettet in die Lebensgeschichten von Menschen, die uns faszinieren. So beleuchtet sie in ihren jüngsten Romanen Hier sind Drachen (2017) und Land sehen (2018) den Zusammenhang zwischen der Freiheit als ‚Sinn von Politik‘ (Hannah Arendt) und der Freiheit zum persönlichen Bekenntnis. Ihre Werke vereinen das Bedürfnis nach Erkenntnis mit der Notwendigkeit einer moralischen Zeitzeugenschaft. Husch Josten erinnert an die enorme Bedeutung des literarischen Erzählens im Informationszeitalter und verteidigt den Wahrheitsanspruch der Dichtung.“

„Husch Jostens jüngste Romane erzählen souverän von der Wahrheitssuche auf religiösem und der Freiheitsliebe auf politischem Gebiet“, sagte der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Prof. Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages a.D.

Die Feierstunde anlässlich der 27. Verleihung des Literaturpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung findet am 16. Juni im Weimarer Musikgymnasium Schloss Belvedere statt. Die Laudatio hält der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Prof. Dr. Thomas Sternberg.

Der Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 an Autoren verliehen, die der Freiheit das Wort geben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören u.a. Sarah Kirsch, Hilde Domin, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Hartmut Lange, Louis Begley, Herta Müller, Wulf Kirsten, Daniel Kehlmann, Uwe Tellkamp, Petra Morsbach, Cees Nooteboom, Arno Geiger, Martin Mosebach, Rüdiger Safranski, Marica Bodrožić, Michael Kleeberg, Michael Köhlmeier und Mathias Énard.

Der unabhängigen Jury gehören an: Prof. Dr. Oliver Jahraus (Ludwig-Maximilians-Universität München) als Vorsitzender, Christine Lieberknecht MdL (Ministerpräsidentin a.D. des Freistaats Thüringen), Felicitas von Lovenberg (Leiterin des Piper Verlags), Ijoma Mangold (Die Zeit), Prof. Dr. Friedhelm Marx (Universität Bamberg) sowie Prof. Dr. Birgit Lermen (Universität zu Köln) als Ehrenmitglied.

 

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