Was bewegt die Welt? Großer Andrang beim LesArt-Jubiläum in Berlin

LesArt, das Berliner Zentrum für Kinder- und Jugendliteratur, feierte am Samstag sein 25-jähriges Bestehen mit einem großen Familienfest in den Räumlichkeiten an der Weinmeisterstraße im Bezirk Mitte. Sabine Mähne, die das Kinderliteraturhaus von Anfang an leitet, und Ina Taege, Vorsitzende des Trägervereins, begrüßten die zahlreichen Gäste.

Ina Taege, Sabine Mähne (r.)

Während die Erwachsenen in einem Zelt im Garten des Hauses den Rednern des Festakts zuhörten, konnten die Kinder im ganzen Haus malen und spielen, Märchen hören und natürlich lesen. Der Autor und Illustrator Martin Baltscheit war aus Düsseldorf angereist und las aus seinen Büchern.

Auch Berlins Kultursenator Klaus Lederer ließ es sich nicht nehmen, dem „engagierten und kompetenten“ Team des Hauses seine Wertschätzung auszudrücken. Auf vielfältige Art mache LesArt Kinder und Jugendliche neugierig auf literarisch qualitätsvolle Texte, so der Senator in seinem Grußwort beim Festakt. „Die Mitarbeiter sind mit viel Herzblut bei der Sache“, betonte er. Auch wenn sich die Mediennutzung heute verändere, gelinge es ihnen, die jungen Menschen bei der Stange zu halten. „Die Arbeit von Sabine Mähne verdient höchste Anerkennung.“

Klaus Lederer

Bereits am frühen Nachmittag hatten Kinder die Ausstellung „Was bewegt die Welt? – 25 Jahre LesArt: Einblicke“ mit dem Durchtrennen des roten Bandes eröffnet. Sie begleitet das Jubiläumsprogramm, das bis Ende Juni mehr als 100 Veranstaltungen an Orten in ganz Berlin umfasst und große und kleine Berliner dazu einlädt, außergewöhnliche Geschichten zu entdecken und Antworten zu suchen auf die Frage: „Was bewegt die Welt?“

LesArt hat aus seiner 25-jährigen Arbeit 25 Veranstaltungen zu 25 Büchern ausgewählt, die jeweils in der Weinmeisterstraße und an einem Partner-Ort – etwa bei den Berliner Verkehrsbetrieben, im Naturkundemuseum und im Zoo, bei Hertha BSC und im Abgeordnetenhaus – durchgeführt werden. Neben dem LesArt-Team sind auch Autoren und Illustratoren, darunter Nadia Budde, Klaus Kordon, Julia Friese, Sebastian Meschenmoser, Tamara Bach, Karsten Teich und Sabine Ludwig ins Programm einbezogen. Zudem haben Künstler wie Stefanie Harjes, Julia Neuhaus, Julia Friese und Sebastian Meschenmoser dem Literaturhaus zum Jubiläum eine Illustration geschenkt. Über die Postkarten mit ihren Motiven freuten sich am Samstag nicht nur die kleinen Gäste.

25 Buchobjekte im Praxistest

Die Ausstellung, die bis zum 30 Juni zu sehen ist und anschließend durch Öffentliche Bibliotheken Berlins wandert, besteht aus 25 Buchobjekten des Künstler Ladislav Zajak. „Die 25 Kästen, die Äußeres und Inneres der 25 Bücher in Verbindung setzen, laden zur Wahrnehmung mit allen Sinnen ein“, schreibt Annette Wostrak, die Projektleiterin des Jubiläumsprogramms, im Programmheft. Schon bei dem Fest am Samstag waren die außergewöhnlichen Objekte zum Anfassen stets umlagert. Und die Bücher, darunter Kai aus der Kiste von Wolf Durian, Ente, Tod und Tulpe von Wolf Erlbruch, Die Lisa von Klaus Kordon und Krasshüpfer von Simon van der Geest brachten Jung und Alt ins Gespräch. Das Jubiläumsprogramm endet am 29. Juni mit einer Fachkonferenz, die sich mit dem künstlerischen Potential von Kinder- und Jugendliteratur befasst.

Das Programm aller Veranstaltungen, die auch auf einer digitalen Karte dokumentiert werden, finden Sie auf der Homepage von LesArt.

ml

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