Die Bestenliste von Die Welt / WDR 5 / Neue Zürcher Zeitung / ORF-Radio Österreich 1 Die „Sachbücher des Monats Juni 2020“

  • 1. Heinz Schilling: Karl V. Der Kaiser, dem die Welt zerbrach, C. H. Beck Verlag
  • 2.  Aladin El-Mafaalani: Mythos Bildung. Die ungerechte Gesellschaft, ihr Bildungssystem und seine Zukunft, Verlag Kiepenheuer & Witsch
  • 3.-4.  Philip Manow: (Ent-)Demokratisierung der Demokratie, Suhrkamp Verlag
  • Thomas Steinfeld: Italien. Porträt eines fremden Landes, Verlag Rowohlt Berlin
  • 5. Roberto Simanowski: Todesalgorithmus. Das Dilemma der künstlichen Intelligenz, Passagen Verlag
  • 6. Wolfgang Emmerich: Nahe Fremde. Paul Celan und die Deutschen, Wallstein Verlag
  • 7. Jan Mohnhaupt:Tiere im Nationalsozialismus, Carl Hanser Verlag
  • 8. Clive Hamilton, Mareike Ohlberg: Die lautlose Eroberung. Wie China westliche Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet  Deutsche Verlags-Anstalt
  • 9. Anna Machin: Papa werden. Die Entstehung des modernen Vaters, Verlag Antje Kunstmann
  • 10. Kolja Möller: Volksaufstand und Katzenjammer. Zur Geschichte des Populismus, Verlag Klaus Wagenbach

 

  • Besondere Empfehlung des Monats Juni: Prof. Naika Foroutan (Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin und stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für Integrations- und Migrationsforschung (BIM): Kübra Gümüşay, Sprache und Sein, Verlag Hanser Berlin

           

Das Buch ist von Sach- und Fachkenntnis über die Interaktion von Sprache und Performanz getragen. So wie es in den Wald ruft, schallt es auch heraus – möchte man zusammenfassen – denn das Buch handelt von gesellschaftlichen Anrufungen, Abwertungen, Ausgrenzungen aber auch Empowerment durch Sprache und wie diese auf die eigene Lebenswelt einwirken. Das Buch ist im Zwischenraum von eigener Erfahrung und theoretischer Abstraktion angesiedelt. Gümüşay zeigt dabei einmal mehr, wie zentral der Anspruch der Zugehörigkeit ist und dass dieser auch aktiv eingefordert werden muss. Sie zeigt, dass jene Zeiten vorbei sind, in denen widerstandslos auf die Vergabe eben dieser gewartet werden kann. Gümüşays Stimme ist eine kluge und mahnende, an der rauhen Schnittstelle von Islam und Feminismus, offener Gesellschaft und Rassismus. Das Buch zeigt, wie zart und behutsam und gleichzeitig kraftvoll mit diesen Themen umgegangen werden kann. (Naika Foroutan)

Die Jury: Tobias Becker, Der Spiegel; Kirstin Breitenfellner, Falter (Wien); Peter Ehmer, WDR 5; Dr. Eike Gebhardt; Daniel Haufler, Berlin; Prof. Jochen Hörisch, Universität Mannheim; Günter Kaindlstorfer, Wien; Dr. Otto Kallscheuer; Petra Kammann, FeuilletonFrankfurt; Elisabeth Kiderlen; Jörg-Dieter Kogel; Prof. Dr. Herfried Münkler, Humboldt Universität zu Berlin; Marc Reichwein, DIE WELT; Thomas Ribi, Neue Zürcher Zeitung; Prof. Dr. Sandra Richter, Deutsches Literaturarchiv Marbach; Wolfgang Ritschl, ORF Wien; Florian Rötzer, Telepolis; Dr. Frank Schubert, Spektrum der Wissenschaft; Norbert Seitz; Prof. Dr. Joachim Treusch, Jacobs-University, Bremen; Dr. Andreas Wang; Michael Wiederstein, getAbstract, Luzern; Prof. Dr. Harro Zimmermann; Stefan Zweifel, Schweiz

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