Auszeichnungen Die Nominierungsliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 steht fest

Soeben wurde im Rahmen der Leipziger Buchmesse die Nominierungsliste für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 verkündet. Erstmals gibt es auch drei Nominierte für den Sonderpreis Neue Talente.


Die Nominierungen der Kritikerjury

– In der Sparte Bilderbuch –

 

Heinz Janisch/Helga Bansch: Kommt das Nashorn (Jungbrunnen)

 

Isabel Minhós Martins/Bernardo P. Carvalho: Hier kommt keiner durch! Aus dem Portugiesischen von Franziska Hauffe (Klett Kinderbuch)

 

Francesca Sanna: Die Flucht, aus dem Englischen von Thomas Bodmer (NordSüd)

 

Thé Tjong-Khing: Hieronymus. Ein Abenteuer in der Welt des Hieronymus Bosch (Moritz)

 

Anja Tuckermann/Uli Krappen/Mehrdad Zaeri: Nusret und die Kuh (Tulipan)

 

Aaron Blabey: Böse Jungs. Band 1, aus dem Englischen von Lisa Engels (Baumhaus)

 

– In der Sparte Kinderbuch –

 

Håkon Øvreås/ ØyvindTorseter: Super-Bruno, aus dem Norwegischen von Angelika Kutsch (Hanser)

 

Taran Bjørnstad/ Christoffer Grav: Der Krokodildieb, aus dem Norwegischen von Maike Dörries (Beltz &Gelberg)

 

Jakob Wegelius: Sally Jones. Mord ohne Leiche, aus dem Schwedischen von Gabriele Haefs (Gerstenberg)

 

Anna Woltz: Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte, aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann (Carlsen)

 

Annette Herzog/Katrine Clante: Pssst! (Peter Hammer)

 

Simon van der Geest/Karst-Janneke Rogaar: Krasshüpfer, aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler (Thienemann)

 

– In der Sparte Jugendbuch –

 

Tamara Bach: Vierzehn (Carlsen)

 

Que Du Luu: Im Jahr des Affen (Königskinder)

 

Dave Cousins: Warten auf Gonzo, aus dem Englischen von Anne Brauner (Verlag Freies Geistesleben)

 

Sarah Crossan: Eins, aus dem Englischen von Cordula Setsman (mixtvision)

 

Jan De Leeuw: Eisvogelsommer, aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf (Gerstenberg)

 

Bonnie-Sue Hitchcock: Der Geruch von Häusern anderer Leute, aus dem Englischen von Sonja Finck (Königskinder)

 

– In der Sparte Sachbuch –

 

Patrick George: Lass mich frei! (Moritz)

 

Atak: Martha (Aladin)

 

Piotr Socha: Bienen, aus dem Polnischen von Thomas Weiler (Gerstenberg)

 

OndřejBuddeus/David Böhm: Kopf im Kopf, aus dem Tschechischen von Doris Kouba (Karl Rauch)

 

Elfi Fritsche/Johanna Putzer/Josef Putzer: Technik in den Alpen. Von Seilbahnen, Staudämmen und Schneekanonen (Folio)

 

Christine Chemnitz/Gesine Grotrian/Gabriela Häfner: Iss was?! Tiere Fleisch und ich (Heinrich Böll Stiftung, kostenfrei zzgl. Versand)

 

– Die Nominierungen der Jugendjury –

 

Steven Herrick: Wir beide wussten, es war was passiert, aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn (Thienemann)

 

Becky Albertalli: Nur drei Worte, aus dem Englischen von Ingo Herzke (Carlsen)

 

Tamara Bach: Vierzehn (Carlsen)

 

Sarah Crossan: Eins, aus dem Englischen von Cordula Setsman (mixtvision)

 

Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer (Heyne fliegt)

 

Tamara Ireland Stone: Mit anderen Worten: ich, aus dem Englischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina (Magellan)

 

– Sonderpreis Neue Talente – die Nominierungen –

 

Verena Reinhardt: Der Hummelreiter Friedrich Löwenmaul (Beltz & Gelberg)

 

Mario Fesler: Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer (Magellan)

 

Ulla Scheler: Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen (Heyne fliegt)

 

„Abenteuerbücher im ganz klassischen Sinn, aber auch in einer modernen Form, finden sich in diesem Jahr unter den nominierten Büchern“, so die Vorsitzende der Kritikerjury Birgit Müller-Bardorff. „Ihre Protagonisten müssen Mut beweisen und sich zurechtfinden in Situationen, die sie vor neue Herausforderungen stellen. Manchmal werden sie dabei sogar zu Superhelden.“ Über 600 Titel hat die neunköpfige Kritikerjury geprüft und in jeder Sparte ihre sechs Favoriten gewählt.

„Da gibt es im Kinderbuch den Angsthasen, der auf einmal zum Krokodildieb wird und im Bilderbuch den kleinen Jungen, der in der Welt des Hieronymus Bosch einer gefährlichen Kreatur begegnet. Eine Gorilladame begibt sich auf Weltreise, um einen Mord aufzuklären, während ein Mädchen an einem Tag im Krankenhaus entdeckt, dass das Risiko zum Leben und zur Liebe dazugehört“, fasst die Juryvorsitzende zusammen. „Im Jugendbuch haben die Briefe an das ungeborene Kind der Schwester kathartische Wirkung für einen Heranwachsenden, und Jugendliche in einem Land, das im Umbruch ist, müssen ihren Platz in einer traditionsbewussten Gesellschaft finden. Bei den Sachbüchern geht es darum, ‚einen kühlen Kopf zu behalten‘ und den Fleischkonsum des Menschen unter verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten.“

Die Jugendjury zeigt durchweg Interesse an realistischen Jugendbüchern, die sich alle auf die eine oder andere Weise mit der ersten Liebe beschäftigen. Die sechs Leseclubs der bundesweiten Jugendjury haben sich durch rund 250 Jugendbücher gearbeitet. Mit Tamara Bachs Vierzehn (Carlsen) und Sarah Crossans Eins (mixtvision) gibt es zwei Überschneidungen mit der Kritikerjury.

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr der Sonderpreis „Neue Talente“. Für diesen hat die Sonderpreisjury drei deutsche Autoren nominiert, die 2016 „ein erstes herausragendes Werk vorgelegt haben“. Der Sonderpreis „Neue Talente“ ist mit 10.000 Euro dotiert und wird 2017 erstmals vergeben.

Insgesamt ist der Deutsche Jugendliteraturpreis mit 72.000 Euro dotiert; die Preisträger werden am 13. Oktober 2017 auf der Frankfurter Buchmesse verkündet. Stifter ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ausrichter der Arbeitskreis für Jugendliteratur. Alle Juroren der drei amtierenden Jurys sind ehrenamtlich tätig. Die Nominierungsbegründungen der Jurys sind unter www.jugendliteratur.org nachzulesen.

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