Ehrengast Georgien Die Berliner Bücherinseln zeigen Illustrationskunst aus Georgien

Ein bereichernder Einblick in die Kultur Georgiens. Gestern Abend wurde in der Humboldt-Bibliothek in Berlin-Tegel die Ausstellung „Mein Bild von Georgien“ mit Illustrationen von elf Künstlerinnen und Künstlern aus Georgien eröffnet. Die Vernissage war auch der Auftakt der Berliner Bücherinseln, die der Berliner Verein kulturkind bereits zum 9. Mal veranstaltet.

Elene Chichashvili, Ana Chubinidze, Ulrike Nickel, Tatia Nadareishvili, Gio Jincharadze, Eka Tabliashvili (v.l.)

Georgien ist in diesem Jahr nicht nur Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, sondern auch der Berliner Bücherinseln. Fünf der elf ausgestellten Künstler sind zu dem Festival angereist: Elene Chichashvili, Ana Chubinidze, Gio Jincharadze, Tatia Nadareishvili und Eka Tabliashvili. Gemeinsam mit deutschen Kolleginnen und Kollegen werden sie Berliner Grundschulkindern den Schaffens- und Produktionsprozess von Kinderbüchern nahebringen.

Die Ausstellung „Mein Bild von Georgien“ präsentiert in Bildern und begleitenden Texten Reflektionen über ein Land und seine Kultur. Vorausgegangen sei ihr im vergangenen Herbst ein Workshop in Tiflis, erzählte Festivalleiterin und Kuratorin Ulrike Nickel. Georgischen Künstlerinnen und Künstler waren aufgefordert, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welche Vorstellung sie von ihrem Land und seiner Kultur haben. „Die Ergebnisse dieses Diskurses sind in der Ausstellung eindrucksvoll präsentiert“, so Ulrike Nickel. „Wir haben etwas Wunderbares zu zeigen.“ Was diese Ausstellung besonders auszeichnet, sei die Offenheit mit der die teilnehmenden Illustratoren ihr Land beschreiben. „Und über allem liegt ein leiser Hauch von Melancholie“, so Ulrike Nickel. Vor allem die Tatsache, dass die georgischen Künstler besonders authentisch sind, mache ihre Arbeiten so interessant für uns.

Kuratorenführung durch „Mein Bild von Georgien“

Ein Katalog mit dem Titel „Mein Bild von Georgien“ (Vertrieb: Michael Neugebauer Edition) stellt die Künstler der gemeinsamen Ausstellung von kulturkind und dem Georgischen Nationalen Buchzentrum vor. Dauer der Ausstellung in der Humboldt Bibliothek (Karolinenstraße 19, 13507 Berlin): bis 31. Juli. Eintritt frei. Öffnungszeiten: werktags 11.00 – 19.00 Uhr, samstags 10.00 – 14.00 Uhr. Nach der Vorpremiere in Berlin wird die Ausstellung auf der Frankfurter Buchmesse gezeigt, bevor sie auf Wanderschaft in die Galerie MariJo in Volkach (16.10.-10.11.2018) und ins Kinderbuchhaus im Altonaer Museum, Hamburg (1.12.-30.6.2019) wandert.

Wer die aktuelle Bilderbuch-Illustration Georgiens betrachten will, hat dazu bis 14. Juli in der Berliner Buchhandlung ocelot Gelegenheit. Dort wird morgen Abend, 19 Uhr eine weitere Ausstellung im Rahmen der Berliner Bücherinseln eröffnet. 15 Illustratoren sind mit ihren Arbeiten beteiligt und auch die zugehörigen Bilderbücher werden am Tag der Eröffnung ausgestellt. Als einzige Übersetzung ins Deutsche ist Tatia Nadareishvilis Schlaf gut im Verlag Baobab Books lieferbar.

Die Künstler der Ausstellung: Tako Bakradze, Ruslan Beridze, Elene Chichashvili, Khatia Chitorelidze, Eliso Chubinishvili, Ana Chubinidze, Sonia Eliashvili, Eto Grzirishvili, Gio Jincharadze, Sophia Kirtadze, Levan Kvaratskhelia, Natia Kvaratskhelia, Zura Mchedlishvili, Tatia Nadareishvili und Eka Tabliashvili.

ml

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