Bahnhofsbuchhandel Deutsche Bahn kündigt Buchhandlung Ludwig im Kölner Hauptbahnhof

Die Buchhandlung Ludwig am hinteren Ausgang des Kölner Hauptbahnhofs muss ihre Räume verlassen, meldet der Kölner Stadtanzeiger. Der Vermieter, die Deutsche Bahn, hat den Mietvertrag gekündigt. „Es stimmt, dass die Unternehmensgruppe Dr. Eckert, zu der die Bahnhofsbuchhandlungen Ludwig gehören, für das Geschäft am Kölner Hauptbahnhof eine fristgerechte Kündigung bekommen hat“, sagte Hansgert Eschweiler, Sprecher der Gruppe, dem Blatt.

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Hintergrund für die Kündigung, so der Stadtanzeiger, soll sein, dass die Bundespolizei das Areal mit rund 700 Quadratmetern beziehen will. Der Mietvertrag mit Ludwig laufe aber noch mehr als ein Jahr.

Die Buchhandlung Ludwig hat in Kölner Hauptbahnhof ihren Ursprung: Am 27. Juni 1946 begann Gerhard Ludwig mit fliegenden Händlern mit dem Verkauf der von der Militärregierung zugelassenen Zeitungen. Es ist verlagsgeschichtlich gesehen historisches Pflaster: Hier fanden von 1950-1956 die legendären Mittwochsgespräche mit Ernst Rowohlt statt.

Kommentare (3)
  1. Corinna Watier

    Natürlich die Buchhandlung, nicht irgendeine der 10 000 Boutiquen, die es in jeder Fußgängerzone gibt… Ich schätze, Entscheidungen wie diese werden von Leuten getroffen, die der Meinung sind, dass Bücher und Zeitungen zu lesen eh altmodisch sind, da doch alles online läuft (wobei gerade Ludwig das Gegenteil beweist). Ich bezweifle, dass solche Leute wissen, was Bücher sind und was sie leisten. Womöglich sind sie selbst des Lesens nicht wirklich kundig.

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