Mit 30.000 Euro dotiert Der Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 geht an Norbert Scheuer

Norbert Scheuer (c) Fritz Peter Linden

Der Schriftsteller Norbert Scheuer hat für sein Buch Winterbienen den von der Stadt Braunschweig und dem Deutschlandfunk gestifteten und mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019 erhalten. Der Braunschweiger Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue überreichten die Auszeichnung am heutigen Sonntag, 3. November. Die Laudatio hielt der deutsche Journalist und Autor Patrick Bahners.

Winterbienen erzählt die Geschichte eines Imkers gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, der in seinen Bienenstöcken Juden zur Flucht verhilft. Die Geschichte spielt in der Eifel und verwebt die Natur- mit einer Gesellschaftserzählung. Mit seinem Buch erreiche Scheuer eine äußerste Nähe von symbolischem Zeichen und konkreter Realität, so die Jury.

Weiter heißt es in der Begründung: „In der Form des Tagebuchs findet er zu einer Kompaktheit der Darstellung und einer Gelassenheit der Schreibweise, die jedes Unheil in der Welt überführt in eine neue ästhetische Ordnung. Das macht ihn zu einem einzigartigen realistischen Erzähler unserer Zeit, zu einem poetisch-realistischen Erzähler auch in der Tradition Wilhelm Raabes.“

Mit der Verleihung des Wilhelm Raabe-Literaturpreises zeichnen Deutschlandfunk und die Stadt Braunschweig jährlich ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk aus, das einen besonderen Stellenwert in der Entwicklung des Preisträgers markiert. Es muss im Vergabejahr erschienen sein. Ausgeschlossen ist die Würdigung eines Erstlingswerkes oder des Gesamtwerkes.

Die Jury: Dr. h.c. Gerd Biegel (Präsident der Internationalen Raabe-Gesellschaft e.V.), Alexander Cammann (DIE ZEIT),Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Anja Hesse (Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Braunschweig),Katrin Hillgruber (freie Journalistin), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung), Michael Schmitt (3sat), Dr. Renate Stauf (Germanistisches Institut, TU Braunschweig), Hubert Winkels (Deutschlandfunk)

 

 

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