Veranstaltungen Das Programm für die LIT:potsdam 2017 steht

Unter dem Motto „Starke Worte. Schöne Orte“ findet vom 5. bis 9. Juli wieder das Literaturfest LIT:potsdam statt. Gestern haben die Veranstalter  ihr Programm in Potsdam vorgestellt. Zum mittlerweile fünften Mal bietet das Festival Lesungen an besonderen Orten in Potsdam und Brandenburg: in historischen Parks, Gutshöfen und Villen, in Kulturinstitutionen, in der Schiffbauergasse rund ums Hans Otto Theater, in Potsdams Seenlandschaft, auf der Havel.

Richard Gaul, Dr. Christine Eichel, Martina Münch, Karin Graf, Jann Jacobs

Auch dieses Jahr verbindet das Festival politische Themen und persönliche Geschichten. „Das Festival LIT:potsdam ist kein Novitäten- und Bestseller-Festival, sondern kann es sich leisten, ausgewählten Themen und Motiven zu folgen. Diese zeigen auf so unterhaltsame wie einsichtsreiche Weise, dass Lebensphasen und Zeitalter nie periodisch aufeinander folgen, nie linear verlaufen, sondern nebeneinanderstehen und sich verschränken, der Einzelne Teil der Geschichte ist, die Geschichte den Einzelnen ausmacht“, betonte die künstlerische Leiterin Karin Graf.

In diesem Jahr konnte Hanns-Josef Ortheil als Writer in Residence gewonnen werden. Zu den weiteren Festivalgästen gehören die Autoren Olga Grjasnowa, Christoph Hein, Navid Kermani, Donna Leon, Alain Claude Sulzer, Senthuran Varatharajah und John von Düffel sowie die Schauspieler Christian Brückner, Hanns Zischler, Annett Renneberg und Natalia Wörner. Erwartet werden außerdem der Direktor des IASS Potsdam Ortwin Renn, der Dramatiker Mario Salazar, Regisseur Volker Schlöndorff und der Soziologe Harald Welzer.

Fester Bestandteil der LIT:potsdam ist das Kinder- und Jugendprogramm. Martin Klein, der das Programm betreut, hat bekannte Autorinnen und Autoren gewonnen, die in der Zeit vom 26. Juni bis zum 7. Juli in Schulen zu lesen. Dabei sind u.a. Manfred Schlüter, Tino, Lena Ellermann, Erhard Dietl, Boris Pfeiffer, Thomas Fuchs, John von Düffel, Grit Poppe und Karen-Susan Fessel. Schüler, die sich für Lyrik begeistern, können einen Workshop mit Arne Rautenberg und Pantea Lachin besuchen.

Unter dem Motto „Brandenburg literarisch entdecken“ wird es auch wieder einen Buchmarkt mit Literaturschaffenden aus der Region, Verlagen, Buchhandlungen, Autoren und Studierenden geben.

Zum Festival-Auftakt, am 1. und 2. Juli, lädt LIT:potsdam erneut zur Landpartie mit Luther ins brandenburgische Reckahn ein: Schriftsteller, Theologen, Politiker und Künstler treffen sich im historischen Gutspark des Schlosses Reckahn zum Themenwochenende „Reformation und Leselust“, kuratiert von Luther-Expertin Christine Eichel. Der Politiker Heiner Geissler, der Vizepräsident der EKD Thies Gundlach, der Schauspieler Dominique Horwitz, der Dramatiker und Romanautor Moritz Rinke, die Schriftsteller Bruno Preisendörfer, John von Düffel und Feridun Zaimoglu sowie der Journalist und Sachbuchautor Willi Winkler werden unter den Reckahner Gästen sein.

Richard Gaul, Vorsitzender des Vereins lit:pots e.V., betonte: „Dank des wirklich nachhaltigen Engagements des Landes Brandenburg, der Stadt Potsdam und des breiten bürgerschaftlichen Engagements können wir auch in diesem Jahr das Festival Lit:potsdam nicht nur ausrichten, sondern auch noch weiter entwickeln. Das Wochenende konnte verlängert werden, und im Jahr des Reformationsjubiläums dürfen wir dank der Unterstützung durch den Bund und des Landes wieder ein kleines Vorfestival in Reckahn feiern.“

Kulturministerin Martina Münch würdigte das Festival LIT:potsdam als literarisches Aushängeschild der Landeshauptstadt und des Landes Brandenburg: „Mehr als 20 namhafte Schriftsteller, Schauspieler und Verleger bieten auch in diesem Jahr wieder geballtes Lesevergnügen und anspruchsvolle Debatten zu aktuellen Fragen. Das Motto ‚Starke Worte. Schöne Orte‘ ist gut gewählt – denn für starke Worte stehen die diesjährigen Teilnehmer allemal, sei es Hanns-Josef Ortheil, Volker Schlöndorff oder Heiner Geißler. Mit dem Themenwochenende ‚Reformation und Leselust‘ setzt LIT:potsdam einen zusätzlichen Akzent und verweist damit auf das für Brandenburg wichtige 500. Reformationsjubiläum. Auch der zweite Teil des Mottos passt perfekt: Uns erwarten literarische Höhepunkte an besonderen Orten wie Villen und Parks, aber auch im Fußballstadion oder im Planetarium. Was mich besonders freut: Das Lesefest führt Kinder und Jugendliche auf kreative und spielerische Weise an Literatur heran. Damit ist das Festival eine willkommene Verstärkung unserer Angebote kultureller Bildung.“

„Fünf Jahre LIT:potsdam zeigen: Das Literaturfestival hat sich als fester Bestandteil des Potsdamer Kulturlebens etabliert. Es beweist aber auch, dass in der heutigen digitalisierten Welt weiterhin die Lust am Lesen besteht“, sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs. „Ich freue mich, dass die Besucherinnen und Besucher wieder hochkarätige Schriftsteller an besonderen Orten zu einem breiten Themenspektrum erleben werden.“

Das gesamte Programm gibt es unter www.litpotsdam.de

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