Buchhandel Büchersendungen zwischen Deutschland und den USA eingestellt

Der Münchner Verleger Lothar Schirmer macht es jetzt  öffentlich: „Wir stellen fest, dass sowohl die Bundespost als der der US Postal Service den Versand von Büchersendungen zwischen Deutschland und den USA und umgekehrt eingestellt hat, mit dem Hinweis,  dass nicht genügend Frachtraum auf den limitierten Atlantikflügen zur Verfügung sei.“

Tatsächlich wird das jetzt ein Thema, das nicht nur die Buchbranche beschäftigt: Die Corona-Pandemie verursacht aktuell beim Versand von Paketen und Briefen ins Ausland deutliche Probleme. Nach Angaben des Weltpostvereins sei das globale Postnetz sogar „kollabiert“.  Grund für die starken Einschränkungen seien Annahmestopps von Zielländern, aber auch Grenzkontrollen sowie mangelnde Transportkapazitäten in Flugzeugen. Vor allem beim Warenversand gebe es Einschränkungen, aktuell erfolgt etwa keine Zustellung von Päckchen und Warensendungen in die USA. Pakete könnten verschickt werden, allerdings sind hier die Kosten für Sendungen erheblich angestiegen, worauf der Bericht der Bundesnetzagentur noch einmal gesondert verweist. Bereits seit dem 1. April gelten außerdem Krisenzuschläge für Pakete in die USA.

Lothar Schirmer sagt dazu: „Ich sehe da auch eine Aufgabe für unseren.  Börsenverein, die Öffentlichkeit darauf hinzuweisen, dass das globale Postnetz kollabiert ist. Da es keinen kausalen Zusammenhang mit der Infektionsgefahr durch das Corona-Virus gibt, ist es ein Symptom der Misswirtschaft von Monopolbetrieben. Das wäre anzuprangern, überall und zu jeder Gelegenheit. Man kann sich nur wundern: da verhandelt die Lufthansa um ein Milliardenpaket, die Post macht Versandgeschäfte wie noch nie, und die Beteiligten sind zu blöde oder unwillens oder unfähig, die Luftpostverbindung zwischen Deutschland und den USA aufrecht zu erhalten.“

 

Kommentare (2)
  1. Tja, da würde ich einmal die Beamten der EU in Brüssel auf Trab bringen damit diese endlich etwas sinnvolles in Angriff nehmen können. Ich glaube zwar nicht daran, dass diese etwas tun wollen (oder können) – aber eben, die Hoffnung (die vergebliche) stirbt zuletzt.

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