Wieder Wirbel um HP-Einkaufkonditionen / Erstmals Remission möglich

Am 16. Juli ist der Erscheinungstermin für den sechsten “Harry Potter”-Band, “Harry-Potter and the Half-Blood Prince “. Jetzt liegen die Verkaufskonditionen für den deutsche Markt vor, die wieder für Aufregung sorgen:

So dürfen die Buchhändler das Buch nicht vor dem 16. Juli, 1 Uhr 1 verkaufen. Das entspricht aufgrund der Zeitverschiebung 0 Uhr 1 in England. Bis zum 31. März müssen die Erklärungen zur Einhaltung des Erstverkaufstages beim Berlin Verlag vorliegen.
Vor dem Erstverkaufstermin darf niemand das Buch lesen geschweige denn dessen Inhalt verbreitet werden. Auch Fotos von den Büchern (auch in verpackter Form) sind unzulässig. Und Remittenden sind erst ab dem 1. November möglich. Es werden dann maximal 20 Prozent des Eingangsbestellungsbetrages gutgeschrieben. Auch bei weiteren Bestellungen gelten Einschränkungen: Jegliche Bestellungen erfolgen auf Festerkaufbasis. Bloomsbury – der Mutterkonzern des Berlin Verlages – wird keine Rückgaben aus diesen Lieferungen entgegen nehmen.

Da der Berlin Verlag seit dem Jahreswechsel den Vertrieb der englischen Bücher für Bloomsbury London organisiert, liegt mit dieser Veränderung das “Embargo” – die Erklärung zur Einhaltung des Erstverkaufstages der englischen Harry Potter – Ausgabe erstmalig deutschsprachig vor: Wirklich wieder starker Tobak! Und umbedingt zur Lektüre empfohlen.

Uli Hörnemann, Vertriebschef des Berlin Verlages wiegelt aber ab: “Wie alle Verträge brauchen auch wir diesen doch nur, wenn es Verstöße gibt. Wer sich an die Verabredung hält, dass unser Buch nicht vor dem 16. Juli 01:01 Uhr verkauft wird, hat nichts zu befürchten. Doch alle können sich darauf verlassen, dass niemand das Buch mit Lieferung eintreffend spätestens 15. Juli (Freitag) erhält, der nicht diesem Vertrag zugestimmt hat. Nicht zuletzt ist die Idee der strikten Anbindung an den Erstverkaufstag dem Wunsch der Autorin J.K. Rowling geschuldet, die sich für Ihre internationale Lesergemeinde zeitgleichen Zugang wünscht. Logistisch ist das seit Jahren eine Meisterleistung von Bloomsbury, dies rund um den Erdball zu erreichen.”

Einige der Vorschriften wirken allerdings im ersten Moment übertrieben. Aber Hörnemann: “Wenn man aber weiter denkt, dann versteht man, dass die Spannung auf das neue Buch dahin wäre, wenn schon zwei Tage vor Erscheinen der Handlungsverlauf klar ist. Da macht es Sinn ohne Schlupfloch zu verabreden, dass nicht vor dem 16. Juli gelesen, ausgestellt und fotografiert werden darf.” Und er hat noch einen Tipp: “Laden Sie Ihre Kunden zum Harry-Potter-Frühstück und erleben Sie die große Begeisterung für ein Buch!”

NB: Neu ist diesmal nur die deutsche Übersetzung des Vertrages und ein verbrieftes Rückgaberecht auf die Erstbestellmenge (Rücksendung ab 01. November 2005 möglich), sonst gleicht das Embargo denen der letzten Jahre.

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