Buecher.de bietet Books on Demand-Service in Kooperation mit Libri an * Autorenwettbewerb soll schreibende Kunden locken

Seit rund einem Jahr bietet der Grossist Georg Lingenbrink Books on Demand an, eine just in time-Produktion von Druckerzeugnissen in Kleinstauflagen bis hin zu Einzelexemplaren. Zur besseren Vermarktung seines Service holte sich der Grossist jetzt die Online-Buchhandlung buecher.de AG ins Boot, der von seiner Internet-Plattform aus Autoren akquiriert, Manuskripte evaluiert und die organisatorische Abwicklung bis zur Drucklegung übernimmt. Alle Demand-Titel sind über bücher.de recherchier- und beziehbar. Der BoD genannte Service richtet sich an Privatleute, Hobby-Autoren Wissenschaftler und Firmen, die eine Buchveröffentlichung planen. Dabei sind für Vorstandssprecher Richard v. Rheinbaben alle Buchformen denkbar: Romane, Festschriften, Chroniken, Geschäftsberichte und Dissertationen. Bei der Auswahl, die Redaktionsleiterin Dr. Rita Hummel in Kooperation mit Literaturkritikern vornimmt, werde allerdings darauf geachtet, dass keine politisch verzerrte oder anstößige Literatur als BoD erscheint, bemerkt der Vorstandschef mit Blick auf die Irritationen, die vor einiger Zeit die Umwerbung rechtslastiger Schriften durch buecher.de hervorgerufen hatte. Der Online-Bookstore wirbt seine schreibenden Kunden mit niedrigen, einmalig anfallenden Kosten (500 bis 1000 Mark), guter Taschenbuch-Qualität und höheren Tantiemen-Einnahmen als bei herkömmlichen Buchauflagen. Nach Abzug von Produktionskosten und Händlerprovision könne, so v. Rheinbaben, bis zu 50% des Ladenpreises in die Tasche des Autors wandern. Üblicherweise liege der VK dieser Titel zwischen 25,- und 35,- DM. Speziell für die unentdeckten literarischen Talente wird zudem in Kürze ein Autorenwettbewerb mit hochrangiger Jury ausgeschrieben. Inwieweit aktiv Werbung für einzelne BoD-Produkte gemacht wird, hänge vom Thema ab, sei aber nicht ausgeschlossen, teilt v. Rheinbaben mit. Für den Service an sich wird jedoch nach Kräften geworben, sowohl im Internet, als auch im Printbereich. Damit erzielt vor allem auch Partner Libri mit seinem Books on Demand-Angebot die Breitenwirkung, die ihm als Grossist bislang fehlte.

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