Amazon: Nach Einlenken bei Bestpreis-Klausel stellt Kartellamt Verfahren ein / Erneut schlechte Presse in Großbritannien

Bereits Ende August hatte Amazon signalisiert, auf seine Bestpreis-Klausel zu verzichten, nun scheint Amazon seine Versprechen auch umgesetzt zu haben. Wie Medien übereinstimmend berichten, hat das Bundeskartellamt sein Verfahren in dieser Causa eingestellt.

Zitiert wird Kartellamtschef Andreas Mundt, dem aktive Händler bestätigt hätten, dass Amazon entsprechende Preisparitätsklauseln aus den Verträgen gestrichen habe. Es sei davon „auszugehen, dass die Forderungen des Kartellamtes erfüllt sind“, so Mundt. Amazon hatte auf den Druck der Behörde reagiert und versprochen nicht mehr daran festzuhalten Händler zu zwingen auf der Amazon-Plattform den besten Preis anzubieten [mehr…]. Das Kartellamt hatte argumentiert, die Preisklausel den Aufbau anderer Plattformen behindere und so auch zu einem höheren Preisniveau zulasten des Verbrauchers führen könne.

Erneut schlechte Presse hat Amazon in Großbritannien, wo ein BBC-Reporter undercover im Amazon-Lager Swansea (Wales) seine Arbeit dokumentiert hat, berichtet Die Welt in ihrer heutigen Druckausgabe. Die Nachtschicht dauerte demnach 10,5 Stunden und darin musste er 17,7 Kilometer laufen und alle 33 Sekunden neue Bestellungen sortieren. Gezahlt wurden 9,85 Euro pro Stunde. Arbeitsrechtler halten die langen Arbeitszeiten verbunden mit der Schwere der Aufgaben für arbeitsrechtlich bedenklich. Gegenüber der Welt sagte Amazon, die Arbeiter würden über die Härte der Arbeit vorher informiert. Und: „Wir arbeiten hart, damit wir morgen besser sind als heute.“

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