Amazon mit Rekordumsatz im Weihnachtsgeschäft: 2,8 Millionen Bestellungen an einem einzigen Tag

Was vor knapp 10 Jahren in einer Garage in Seattle begann, in der Jeff Bezos, der Gründer und heutige CEO von Amazon http://www.amazon.com, die ersten Bücher, die via Internet bei ihm bestellt worden waren, noch selbst einpackte, hat sich in Dimensionen katapuliert, die wohl selbst Bezos niemals erwartet hat. 2,8 Millionen Bestellungen oder 32 Orders per Sekunde gingen am besten Vorweihnachtstag auf den weltweit sieben Websites des Web-Warenhauses Amazon ein.

Alleine bei amazon.com wurden am Spitzentag über 700 000 Besucher in einer Stunde gezählt. Und wieder lag der Umsatz im Bereich der „Konsumer Elektronik“, der Kleingeräte – vom iPod über die Digi-Camera bis zum DVD-Player-, an der Spitze, sowohl bei amazon.com wie auch bei http://www.amazon.de. Bereits seit Ende November, dem „Thanksgiving“ Wochenende in Amerika, meldete Amazon immer neue Spitzenzahlen.

Die deutsche Website gibt einen nicht bezifferten Rekordumsatz mit Büchern an, wobei, sehr süss formuliert, „der zweifellos grösste Erfolg dieses Jahr im deutschen Buchmarkt Langenscheidts „Deutsch-Frau/Frau-Deutsch“ war“, der sich alleine bei Amazon in der Vorweihnachtszeit über 30 000 mal verkaufte http://www.langenscheidt.de. Über 140 000 mal wurde zwischen dem 10. und 22. Dezember das 12 Scheiben umfassende DVD-Set vom Herr der Ringe bestellt, der iPod in seinen unterschiedlichen Ausführungen von Apple zählte weltweit zum meistverkauftesten Elektronik Produkt. Mit ca. 28% wird die voraussichtliche Umsatzsteigerung im Moment beziffert, die Börsen reagierten, auch wegen des flauen Handels, entsprechend positiv.

Offenbar gilt für Amazon, das zu den wenigen Unternehmen gehört, das sowohl von der Internet-Euphorie profitiert wie sie auch überlebt hat, die einfache Weisheit: Gute Ideen haben viele, den langen Atem zum Durchhalten wenige. Daher gebührt dem 41jährigen Jeffrey P. Bezos, der laut Forbes-Liste zu den 400 reichsten Amerikanern gehört, unser uneingeschränkter Respekt. Allerdings hat jeder Monopolist, und dazu dürfen Amazon schon zählen, eine ausgewiesene Schwäche- sein Monopol. Und nichts im Web, wie jetzt wieder der neue Web-Browser Firefox http://www..mozilla.org/products/firefox zeigt, der dem Mircosoft Explorer und Netscape Navigator beginnt den Rang abzulaufen, ist so angreifbar wie die vermeintliche Einzigartigkeit.

In diesem Sinn: Ein gutes, vielfältiges Jahr 2005.
STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de

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