Albert-Steen-Buchhandlung feiert 40 + 60

Unter einer etwas martialischen Überschrift berichtet heute die Thüringeische Landeszeitung über ein Stück Buchhandelsgeschichte in der ehemaligen DDR.

Seit 40 Jahren steht die Inhaberin der Steen-Buchhandlung Heidrun Haake in Jena nächstes Jahr in ihrer Buchhandlung, noch dieses Jahr wird sie 60, zusammen sind das hundert. Das wird nun gefeiert. Der Autor des Artikels gratuliert vor allem dazu, dass sie ein Stück Identifikation über die Wendezeit gerettet hat und titelt deshalb: „‚Steen‘-Buchhandlung vor dem Aus bewahrt“.

Eine reine Selbstständigkeit gab es zu DDR-Zeiten gar nicht“, erklärt die Einzelunternehmerin. „Es gab die sogenannten Kommissionshändler. Mit dem Abschluss eines Kommissionshandelsvertrages blieb der private Einzelhändler selbstständiger Handelsunternehmer mit eigener Rechtshaftung. Er konnte aber – im Gegensatz zum privaten Einzelhändler ohne Kommissionsvertrag – die Waren vom staatlichen Großhandel mit deutlich geringerer Vorkasse beziehen“, erklärt Haake. Es bedurfte langwieriger Verhandlungen mit sämtlichen Institutionen, bis sie endlich als Kommissionshändlerin arbeiten durfte, erinnert sich die Buchhändlerin. „Aber ich habe es geschafft – auch dank der großen Unterstützung meines Vaters.“

Gemeinsam mit vier Mitarbeitern und einem Auszubildenden in der Buchhandlung, die christliche Bücher, theologische Fachbücher, Belletristik, DVDs, Videos, MCs, Spiele und vieles mehr anbietet. Für die kommenden Jahre wünscht sie sich vor allem eines: „Das wir bestehen bleiben.“

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