Das fehlende Ostergeschäft war schuld BranchenMonitor Buch registriert ein Minus im April

Das meldet eben der BranchenMonitor Buch des Börsenvereins: Nachdem der Buchmarkt im März vom vergleichsweise frühen Ostergeschäft profitiert hatte, fehlen diese starken Umsätze nun im Folgemonat: Die April-Umsätze in den Vertriebswegen Sortimentsbuchhandel, E-Commerce, Bahnhofsbuchhandel, Kauf-/Warenhaus sowie Elektro- und Drogeriemarkt bewegen sich zusammen genommen 14,2 Prozent unter denen des Vorjahresmonats. Kumuliert liegen die ersten vier Monate des Jahres dennoch auf Vorjahresniveau (plus 0,1 Prozent). Auch beim Absatz verzeichnet der Markt im April ein zweistelliges Minus im Vergleich zum Vorjahresmonat: Die Zahl verkaufter Exemplare sank um 17,9 Prozent. Mit im Schnitt 13,42 Euro bezahlten die Käufer 4,4 Prozent mehr pro Buch als im Vergleichsmonat.

Noch etwas stärker fallen die Rückgänge im Sortimentsbuchhandel aus: Das fehlende Ostergeschäft führte zu einem Umsatzminus von 17,4 Prozent. Aufgrund der starken Vormonate liegt das Sortiment im Jahresergebnis aktuell nur leicht unter Vorjahr bei minus 0,4 Prozent. Der Absatz liegt im April 20,9 Prozent unter dem Vergleichsmonat, die bezahlten Preise stiegen um 4,3 Prozent.

Auch bei den Warengruppen zeigen sich die Auswirkungen des vorgezogenen Ostergeschäfts deutlich (auf alle Vertriebswege bezogen): Besonders hart trifft es die Kinder- und Jugendbücher, die nach dem März-Plus von 38,2 Prozent im April ein Minus von 31,0 Prozent verbuchen.

Auch die Belletristik verzeichnet im April ein Umsatzminus (minus 13,9 Prozent), trotz starker Neuerscheinungen zum Monatsende wie „Die Tyrannei des Schmetterlings“ von Frank Schätzing (Kiepenheuer & Witsch) und „Kluftinger“ von Volker Klüpfel und Michael Kobr (Ullstein). Reisebücher (minus 11,3 Prozent) und Ratgeber (minus 10,6 Prozent) generierten ebenfalls deutlich weniger Umsatz als im Vergleichsmonat. Weniger beeindruckt vom verschobenen Ostergeschäft zeigen sich das Sachbuch (minus 4,2 Prozent) und die Wissenschaften, für die der Kauf als Geschenk von geringerer Bedeutung ist. Die Warengruppe Geisteswissenschaften, Kunst, Musik liegt im April bei minus 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und Naturwissenschaften, Medizin, Informatik, Technik bei minus 6,6 Prozent. Alleine die Warengruppe Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft schneidet besser ab als im April des Vorjahres (plus 8,2 Prozent). Kumuliert sind neben dieser Warengruppe auch das Sachbuch und die Kinder- und Jugendbücher im Plus, während alle anderen Warengruppen in den ersten vier Monaten des Jahres ein Minus verzeichnen müssen.

Im April schneiden alle Editionsformen schlechter ab als im Vorjahresmonat: Insbesondere die Umsätze mit Hörbüchern (minus 36,4 Prozent) und Kalendern (minus 25,7 Prozent) fallen deutlich niedriger aus als im Vergleichszeitraum. Aber auch Hardcover/Softcover (minus 12,7 Prozent), Taschenbücher (minus 15,7 Prozent) und Karten/Globen (minus 7,3 Prozent) verzeichnen niedrigere Umsätze.

 

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