Börsenverein legt GfK-Studie zu Auswirkungen von Sondereditionen vor

Die Sondereditionen von Belletristik-Büchern im Hardcover, die in Kooperation mit Zeitungen herausgebracht wurden, haben 2004 der Buchbranche neue Kunden gebracht, wirken sich aber auf den Umsatz im gesamten Belletristikmarkt kaum aus. Ihr Umsatzanteil liegt bei vier Prozent. Das ergibt eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die im Auftrag des Verleger-Ausschusses im Börsenverein des Deutschen Buchhandels durchgeführt wurde. Regelmäßige Belletristikkäufer erwarben die Sondereditionen meistens zusätzlich, aber auch neue Kunden wurden gewonnen. Diese sind vor allem vom Preis der Bücher gelockt worden. “Die Zahlen machen deutlich: Die Aktionen sprechen ganz unterschiedliche Käufergruppen an, auch solche, die bislang wenig Interesse an Belletristik hatten. Dennoch werden die Sondereditionen den Buchmarkt nicht endlos erweitern können”, so Dr. Jürgen A. Bach, Vorsitzender des Verleger-Ausschusses im Börsenverein. “Wir sollten uns aber überlegen, wie es uns gelingen kann, diese neu gewonnenen Lesergruppen auch mittelfristig für Bücher zu begeistern.”

Die Studie beleuchtet das Kaufverhalten der Deutschen im Jahr 2004 bezogen auf belletristische Literatur. Untersucht wurde, welche Bedeutung die Sondereditionen für den Absatz belletristischer Literatur haben: Werden dadurch neue Käuferschichten gewonnen oder greifen die typischen Käufer von Belletristik künftig nur noch zu preisgünstigen Alternativen? 20.000 repräsentativ ausgewählte Panelteilnehmer haben 2004 regelmäßig über ihre Buch-Einkäufe Tagebuch geführt. Notiert wurden neben Titel und ISBN auch Angaben wie Preis oder Kaufort.

Der Börsenverein legt erstmals fundierte Zahlen vor, die ein vielschichtiges Bild vermitteln: So wurde beispielsweise die Preissensibilität der regelmäßigen Belletristik-Käufer durch die niedrigen Preise nicht beeinflusst. Erstmalige Käufer von Belletristik dagegen achten nun generell stärker auf den Preis.

Die Studie kann abgerufen werden bei Dr. Christoph Kochhan, Referent Marketing und Marktforschung,kochhan@boev.de oder im Verleger-Ausschuss des Börsenvereins unter va@boev.de.

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