Staatsminister Bernd Neumann erhält Plakette „Dem Förderer des Buches“

Gottfried Honnefelder, Bernd Neumann

In Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste für das Kulturgut Buch zeichnete Gottfried Honnefelder Kulturstaatsminister Bernd Neumann (Foto) soeben mit der Plakette „Dem Förderer des Buches“ aus.

„Sie sind ein Glücksfall für die Kultur in Deutschland“, betonte Honnefelder in seiner Laudatio. Er habe sich von Beginn an als ein Anwalt der Kultur verstanden. „Doch nicht nur die Kultur zu fördern, indem in sie investiert wird, ist sein Anliegen, sondern sich auch für die rechtlichen Rahmenbedingungen einzusetzen, die für eine Kultur für alle und von allen notwendig sind.“

Er habe schon verschiedene Auszeichnungen erhalten, die zeigen, dass er manches richtig mache, sagte Neumann in seiner Dankesrede. Doch über die heutige Ehrung habe er sich besonders gefreut. Der Börsenverein sei im Bereich der Kultur in Deutschland eine erstklassige Adresse und die Zusammenarbeit mit dem Börsenverein sei seit Jahren konstruktiv. Persönlich dankte Neumann dem scheidenden Vorsteher Honnefelder auch im Namen der Bundesregierung für seine Arbeit.

Erneut sprach sich Neumann für den Erhalt der Buchpreisbindung aus. Sie dürfe nicht von den großen Online-Händlern unterwandert werden. “Wir dürfen nicht zulassen, dass uns die großen internationalen Anbieter vor sich hertreiben.” Alternativen zu schaffen, stehe ganz oben auf der Agenda.

„Die Auszeichnung ist mir Ehre und Verpflichtung zugleich“, betonte Bernd Neumann. „Die Buchkultur in Deutschland und der deutsche Buchmarkt – mit der großen Zahl und Vielfalt erhältlicher Titel und dem engmaschigen Netz stationärer Buchhändler – sind einmalig in der Welt. Dies ist auch das Ergebnis der gesetzlichen Rahmenbedingungen hierzulande, wie z.B. der Buchpreisbindung oder des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf gedruckte Bücher. Dass diese Rahmenbedingungen Bestand haben, dafür trete ich mit Nachdruck ein.“

Buchhandlungen bezeichnete Neumann als Kulturorte. Sie seien keine Verkaufsstelle sondern Garanten für ein literarisches, intellektuelles Leben, das sich nicht dem Mainstream unterwirft.

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