Fachgruppenversammlung Sortiment: Diskussion über Meta-Datenbank “VLB+” im Fokus

Die Eröffnung zur Fachgruppenversammlung Sortiment durch SoA-Vorsitzenden Thomas Wrensch fiel verhalten positiv aus: Die Entwicklung des stationären Buchhandels sei im letzten Jahr bei weitem nicht so negativ verlaufen, wie man es vor einem Jahr hätte erwarten können.

Dennoch gab es ausreichend Gesprächsstoff. Die vielleicht wichtigste Information kam von MVB-Geschäftsführer Ronald Schild: Er glaubt die Gespräche mit der Tolino-Allianz über eine Kooperation mit dem unabhängigen stationären Buchhandel “auf einem guten Wege”; bereits “innerhalb der nächsten Wochen” könnte es zu einer verbindlichen Vereinbarung kommen.

Tolino-Allianz: Ronald Schild glaubt an baldige Lösung
für den stationären Buchhandel

Die größte Herausforderung sieht Wrensch derzeit jedoch Onlinehandel. In diesem Zusammenhang fordert der SoA eine funktionierende Meta-Datenbank, mit der der Handel wieder konkurrenzfähig gemacht werden könnte. Einen Überblick über die Planung und den Stand der Entwicklung der Meta-Datenbank des MVB, das VLB+, gab Ronald Schild:

Das VLB+ soll ua eine gemeinsame Empfehlungsdatenbank des gesamten deutschen Buchhandels enthalten. Im Anschluss an den Vortrag von Schild meldete sich eBuch-Vorstand Lorenz Borsche zu Wort und stellte die “technische Kompetenz der MVB” in Frage. In sich anschließenden Diskussion wehrten sich anwesende Vertreter der Verlage vehement gegen den Vorwurf, Amazon mit besseren Daten zu versorgen als das VLB. Unter mvb-online.de findet sich ab heute ein “white paper”, das die wesentlichen Funktionen des VLB+ vorstellt.

Auch die Marketing-Kampagne des Börsenvereins wurde thematisiert: Es gehe dabei NICHT darum, dass diese den Buchhändlern oder den bisherigen Stammkunden gefallen soll. Dies sollte kein Kriterium dafür sein, die Kampagne aktiv umzusetzen. Weitere von Dr. Kyra Dreher vorgetragene thematische Schwerpunkte umfassten Pressearbeit für den Buchhandel, Handlungskosten für das Sortiment, Inventurregelungen und die Vergabe von Schulbüchern. Abschließend folgten die Tätigkeitsberichte der unterschiedlichen Gremien.

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