BBG-Beschluss zu MVB und NETTO: „Vertrag mit Netto ist nach Möglichkeit zu beenden“ / Nachtrag: MVB sucht Ausstieg aus dem Vertrag

Der Aufsichtsrat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Beteiligungsgesellschaft mbH (BBG) hat sich in seiner gestrigen Sitzung auf Antrag des Vorstehers, als Mitglied des Aufsichtsrats, Dr. Gottfried Honnefelder, mit den Reaktionen in der Branche auf den Geschäftsabschluss der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH mit der Firma OHG NETTO Supermarkt GmbH & Co. befasst. Dazu erreicht uns soeben eine Pressemitteilung.

Auf seinen weiteren Antrag hin hat der Aufsichtsrat folgendes beschlossen:

1. Die Geschäftsstrategie von libreka! ist, soweit Dritte, Nicht-Mitglieder des Börsenvereins betroffen sind, ausnahmslos auf die Distribution von Inhalten zu beschränken. Hier kommen die Entwicklung eines Shops und/oder ein Auftritt als Händler nicht in Betracht.
2. Der Vertrag mit Netto ist nach Möglichkeit zu beenden oder auf das unter erstens genannte Maß zurückzuführen. Vergleichbare Verträge sind ebenfalls so zu behandeln.

Der Aufsichtsrat fordert die Gesellschafter – den Börsenverein und die Zwischenholding der Landesverbände – auf, die künftigen Aufgaben von libreka! für die Branche zu definieren.

Wie im Nachgang der Meldung zu erfahren ist, sucht die MVB im Gespräch mit Netto bereits den möglichst frühen Ausstieg aus dem Vertrag. Wie es heißt, sei die MVB bereits in Gespräche mit Netto eingetreten, um ein Ende möglichst vor dem Ende der Vertragslaufzeit zu erreichen.

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