"Ich weiß, es war eine nur kurze Zeit an der Spitze dieses großartigen Hauses" Florian Illies verlässt Rowohlt wieder zum Herbst 2020

Florian Illies: „Ich verlasse Rowohlt aus persönlichen Gründen und mit einem weinenden Auge“

Von Anfang an hatte es viele Skeptiker nach der Berufung von Florian Illies zum Verleger von Rowohlt gegeben. Nun haben alle, die geunkt hatten, der erfolgreiche Journalist werde sich auf dieser Position nicht lange halten, Recht gehabt. Illies werde auf eigenen Wunsch im Laufe dieses Jahres als Verleger bei Rowohlt ausscheiden, wie der Verlag heute mitteilt. „Der Termin seines Weggangs wie auch die Frage der Nachfolgeregelung werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben“, heißt es weiter in der Presseerklärung. Zu dieser sehr schnellen Entscheidung mag beigetragen haben, dass sich über seine mögliche Nachfolge bereits Gerüchte ranken, die kolportieren: Wie seine Vorgängerin Barbara Laugwitz werde es wieder eine Frau sein.

Florian Illies wird heute so zitiert: „Tief beeindruckt von der großen Kompetenz und der Liebe der Rowohltianer zu ihrem Verlag, nachhaltig erfüllt von all den Begegnungen mit seinen Autorinnen und Autoren, verlasse ich Rowohlt aus persönlichen Gründen und mit einem weinenden Auge. Ich weiß, es war eine nur kurze Zeit an der Spitze dieses großartigen Hauses. Aber nach reiflicher Überlegung habe ich mich dafür entschieden, einen anderen Weg zu gehen und mich dem Schreiben zu widmen.“ Florian Illies war zum 1. Januar 2019 als Nachfolger von Barbara Laugwitz als Verlegerischer Geschäftsführer bei Rowohlt angetreten. 

Dr. Stefan von Holtzbrinck sagt: „Ich bedauere die Entscheidung von Florian Illies sehr, aber ich habe davor großen Respekt. Für seine wertvolle Arbeit an der Spitze des Rowohlt Verlages, für den 2019 ein außerordentlich starkes Jahr gewesen ist, danke ich ihm von Herzen. Florian Illies wird auch weiterhin den von ihm betreuten Autorinnen und Autoren eng verbunden bleiben. Zudem freue ich mich auf die Fortsetzung seiner Arbeit als Buchautor der Verlagsgruppe wie auch auf die vertrauensvolle und inspirierende Zusammenarbeit im Herausgeberrat der ZEIT.“

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