Leser können sich mit ihren Romanfiguren "unterhalten" - Anlass für Fragen an Hendrik Balck Blanvalet und Bilandia testen Chatbot-Marketing für Schwedenkrimi “Schwesterherz”

Hendrik Balck: “Wir testen ein neues Marketing-Tool”

 

Die Münchner Online-Marketing Agentur bilandia und Blanvalet testen für den aktuellen Schwedenkrimi “Schwesterherz” ein neues Marketing-Tool: Mittels eines Chatbots können Leser  auf der Facebook-Seite von Blanvalet “ihren” Ermittler im Gespräch näher kennenlernen. Eine neue Werbeidee, die Anlass war für  Fragen an Blanvalet-Werber Hendrik Balck:

Ist Deine Behauptung nicht ziemlich übertrieben, der “Blanvalet Verlag geht neue Wege im Buchmarketing”?

“Schweden hat einen neuen Ermittler”: Den können User durch Fragen im Chatbot-Gespräch näher besser kennenlernen (durch Klick auf Abb. zum Buch)

Hendrik Balck: Ich glaube, ich untertreibe eher. Das ist wirklich mal was ganz Neues: Auf Facebook kannst auch Du direkt ein virtuelles Gespräch mit einem Chatbot zum Buch starten und dadurch den Protagonisten von „Schwesterherz“ besser kennenlernen.

Ein  Chatbot ist…?

…. ich weiß, dass Du lieber mit Siri diktierst, weil Du dann weniger Tippfehler machst: Du nutzt also schon solche Chatbot als persönliche Assistenten.

Und wie kommuniziere ich bei Euch mit ihm?

Ein  Klick auf die Schaltfläche „Nachricht senden” auf der Facebook Seite des Verlages startet den Krimi-Chatbot. Der führt die Nutzer in einem Dialog an die Figuren und die Geschichte heran, mit Informationen zum Buch und Leseprobe. Chatbots oder kurz Bots sind einfach textbasierte Dialogsysteme. Sie bestehen aus einer Textein- und -ausgabemaske, über die sich in natürlicher Sprache mit dem dahinterstehenden System kommunizieren lässt.

Und wie entstand die Idee?

Wie oft durch Zufall und im Gespräch mit Kollegen: Während der Leipziger Buchmesse hatten Albrecht Mangler (bei bilandia Creative -und Marketing Director) und ich die Idee etwas Besonderes auszuprobieren. Eigentlich ging es uns zunächst nur  um die Betreuung unserer momentan knapp 20.000 Facebook-Fans und deren Begleitung über eine Anzahl von Facebook-Ads.

Und was kostet sowas?

Ich verstehe Deinen Frage und Du verstehst mich, dass ich über Investitionen natürlich nichts sagen kann. Aber es ist derzeit für beide Seiten ein Test und damit erst mal von den Kosten her überschaubar. Die eigentliche Schwierigkeit, war eher,  sich in diese Gedankenwelt einzuarbeiten, das hat gut  drei Wochen gedauert,  von den ersten Ideen  über die  Übersetzungen (die Schwedischen Antworten wurden von unserem Lektorat übersetzt) bis hin zur Life-Version. Es gibt sowohl die Möglichkeit von Freitexteingaben, als auch geführte Interviews.

Das macht mich neugierig…

… das soll es ruhig, ich glaube, es ist uns gelungen, auf interaktive Art und Weise wollen wir Lust auf das neue Buch machen. User können im Dialog verschiedene Facetten entdecken und erforschen und sich zudem auch die Leseproben durchlesen.

Ist noch Budget für andere Maßnahmen da?

Diese Idee ist natürlich nur eine von vielen Maßnahmen, die wir sowohl für den Endkunden geplant haben (Anzeigen im Stern und Leseproben in Stern crime, Großflächenplakatierungen, Fährschiffe, die wir mit Leseproben ausstatten und vieles mehr) und natürlich Aufsteller und Plakate für den Handel.

Manchmal wünschte ich mir allerdings, Ihr würdet immer auch die 30.000 BuchhändlerInnen im Verkauf ebenso im Fokus haben, denen aus Eurer Sicht bei der Frage nach einem Schwedenkrimi nur noch Schwesterherz einfallen sollte… Wäre nicht eine Kampagne im Börsenblatt oder auch bei uns sinnvoller? 

Vielleicht wird das dann unser nächster innovativer Schritt in Sachen Buchwerbung.

Dann verrate ich im Gegenzug, dass ich die Fahnen von Schwesterherz  begeistert gelesen habe. Erzähle das ruhig allen BuchhändlerInnen im Verkauf, wir leben nämlich auch von Inseraten in Richtung Buchhandel.

Die Fragen stellte Christian von Zittwitz

 

Kommentare (1)
  1. Ein netter Marketing-Gag – aber leider nicht mehr.
    Ein “Interview” ist tatsächlich eine sehr euphemistische Umschreibung dafür, dass man vordefinierte Auswahlfelder anklicken darf und in Reaktion darauf dann vorgefertigte immer gleiche Antwortbausteine kommen…

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