edition.fotoTAPETA und KOOKbooks erhalten Förderpreise, speak low und Sukultur eine Anerkennung Berliner Verlagspreis geht an den Berenberg Verlag und den Verbrecher Verlag

Heute Mittag wurde der zweite Berliner Verlagspreis im Deutschen Theater Berlin verliehen. Die Jury hat sich in diesem Jahr für eine Splittung des mit 35.000 Euro dotierten Hauptpreises entschieden: Dieser geht zu gleichen Teilen an den Berenberg Verlag und den Verbrecher Verlag. Mit den zwei Förderpreisen, jeweils mit 15.000 Euro dotiert, wurden der Verlag edition.fotoTAPETA und der Verlag KOOKbooks ausgezeichnet.

Heinrich von Berenberg und Jörg Sundermeier, Sara Trapp, Theresa Meschede (Verbrecher)

Insgesamt hatten sich 82 Verlage für den Berliner Verlagspreis 2019 beworben. Im Vorjahr waren es 75. Nominiert waren neben den diesjährigen Preisträgern die Verlage speak low und Sukultur, sie erhielten jeweils eine Anerkennung in Höhe von 1.500 Euro.

Andreas Töpfer und Daniela Seel (KOOKbooks), Andreas Rostek und Dagmar Engel (edition.fotoTAPETA ), Caca Savic, Klaus Lederer

„Die Vielfältigkeit der Berliner Independent-Verlagslandschaft ist beeindruckend und das stellen auch die 82 Bewerbungen des Jahres 2019 unter Beweis“, heißt es in der Begründung der diesjährigen Jury, der Ruth Klinkenberg (Geschäftsführerin der Marga Schoeller Bücherstube), Nadine Kreuzahler (Kulturredakteurin beim rbb), Betina Müller (Professorin an der Fachhochschule Potsdam), Caca Savic (freie Autorin), Susanne Schüssler (Geschäftsführerin im Verlag Klaus Wagenbach) und Ute Schwens (Stellvertretende Generaldirektorin der Deutschen Nationalbibliothek) angehören. „Um daraus die jeweiligen Preisträger zu destillieren, bedurfte es intensiver Diskussionen. Die Jury freut sich, schlussendlich insgesamt sechs Verlage für ihre wertvolle Arbeit auszuzeichnen. Die Teilung des Hauptpreises auf zwei Preisträger verdeutlicht die Bibliodiversität Berlins: Trotz programmatischer Unterschiede, entwickeln die Verlage kontinuierlich vielfältige und wichtige Positionen. Die Jury hat sich damit nicht eine Entscheidung erspart, sondern einen Verlag mehr gewürdigt.“

Harald Krewer (speak low), Sofie Lichtenstein (Sukultur), Caca Savic und Klaus Lederer (v.l.)

Der Berliner Verlagspreis würdige Verlage, die Literatur auf vom Mainstream abweichende Weise unterstützen, so Kultursenator Klaus Lederer. „Bibliodiversität ist eine große Stärke der Berliner Literaturszene“, sagte er. Auch Caca Savic hob als Sprecherin der Jury die vielfältige, diverse und künstlerisch wertvolle Verlagsszene Berlins hervor. Das machten auch die zahlreichen Bewerbungen deutlich.

Der mit insgesamt 68.000 Euro dotierte Berliner Verlagspreis wurde 2018 erstmalig gemeinsam von den Berliner Senatsverwaltungen für Kultur und Europa sowie Wirtschaft, Energie und Betriebe verliehen und zeichnet unabhängige Verlage aus, die als Initiatoren von ästhetischen, thematischen und herstellerischen Innovationen die Berliner Verlagslandschaft bereichern. Der Berliner Verlagspreis wird ausschließlich an Verlage mit einem Berliner Firmensitz vergeben. Von der Vergabe ausgeschlossen sind Verlage, die sich mehrheitlich im Besitz einer größeren Verlagsgruppe befinden – sofern diese mehr als zwei bzw. eine halbe Million Euro Gesamtumsatz erwirtschaftet. 2018 wurde der Verlag Klaus Wagenbach mit dem Hauptpreis und die Verlage Reprodukt und Verlagshaus Berlin mit den Förderpreisen ausgezeichnet.

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