Stipendium für Schriftsteller im Exil Berlin: Galal Alahmadi ist neuer Torschreiber am Pariser Platz


GalalAlahmadi (© Mathias Bothor Secession Verlag)

Die Stiftung Brandenburger Tor und die Allianz Kulturstiftung vergeben auch in diesem Jahr wieder ihr gemeinsames Stipendium für Schriftsteller im Exil. Neuer Torschreiber am Pariser Platz ist der jemenitischen Autor Galal Alahmadi. Der 1987 in Saudi-Arabien geborene Schriftsteller lebt seit März 2016 mit seiner Familie im Exil in Deutschland.

Galal Alahmadi wird 2019 mit insgesamt 12.000 Euro unterstützt und erhält zudem für zwei Monate einen Aufenthalt im Literarischen Colloquium Berlin (LCB). Im Rahmen des Stipendiums arbeitet Galal Alahmadi an seinem ersten Roman: „Das von mir geplante Werk ist kein Buch über die Finsternis, sondern über das Leben in ihr. Für mich ist die Finsternis keine Zeit oder Farbe, sondern ein Ort, der sich in der Zeit erstreckt, als wäre er aus Fleisch und Blut.“

Eine unabhängige Jury entschied über die Vergabe des Stipendiums. Ihr gehören Christina Weiss (Allianz Kulturstiftung), Christine Thalmann (RBB), Thomas Geiger (LCB) und als Vorsitzender Thomas Sparr (Stiftung Brandenburger Tor) an.

Galal Alahmadi ist nach der syrischen Autorin Rasha Habbal, die 2018 erstmals das Stipendium für Schriftsteller im Exil erhielt, der zweite Torschreiber am Pariser Platz. Galal Alahmadi arbeitete als Journalist und Redakteur für verschiedene arabische Zeitungen und Magazine. Heute ist er vor allem als Schriftsteller tätig und veröffentlichte bisher vier Gedichtbände auf Arabisch. Bis 2016 war er Literaturstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung und erhielt im August 2017 den renommierten Mohammed-Afifi-Matar-Preis in Kairo.

Das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz, das die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium vergeben, fördert Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Exil in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern bedroht oder verfolgt wurden. Die drei Kooperationspartner wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Autorinnen und Autoren in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden.

 

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