Werner Bergengruen-Preis 2009 an Svenja Leiber

Svenja Leiber

Die 1993 gegründete Werner Bergengruen-Gesellschaft verleiht in diesem Jahr erstmalig ihren mit 5.000,- Euro dotierten Literaturpreis. Er geht an die in Hamburg geborene und heute in Berlin lebende Svenja Leiber, deren literarisches Debüt „Büchsenlicht“ soeben im Ammann Verlag in der Reihe Meridiane erschienen ist.

Verliehen wird die Auszeichnung am 10. Oktober anlässlich einer Tagung der Werner Bergengruen-Gesellschaft zum Thema „Alte Novelle – Neues Erzählen“, zu der u. a. auch Steffen Kopetzky und Matthias Politycki in das Heide-Städtchen Uelzen kommen, wo die Gesellschaft ihren Sitz hat. Dort, in der norddeutschen Provinz, spielen auch Svenja Leibers neue Erzählungen.

Juror Wend Kässens, langjähriger Literaturchef des NDR, wird die Laudatio halten. In seiner Begründung für die Preisverleihung lobt er die lakonisch knappe und atmosphärisch dichte Erzählweise der Autorin: „Hinter den dörflichen Fassaden des Wohlstands und der industriellen Tierproduktion entdeckt Svenja Schreiber Verstörte und zerrissene Doppelexistenzen, deren Wünsche und Phantasien in den verklinkerten Wartezimmern der Desillusionierung und hinter unkrautfreien Vorgärten wuchern.“ Dieses literarische Debüt aus dem regnerischen Norden sei „mal grölend laut, mal ironisch böse, häufig zärtlich leise“, so die Begründung, und führe die novellistische Erzählkunst Werner Bergengruens zeitgemäß weiter.

Mit dem Werner Bergengruen-Preis erhält Svenja Leiber (Jahrgang 1975) bereits ihre vierte Auszeichnung: 2005 bekam sie den Förderpreis des Bremer Literaturpreises, 2006 für ihre Erzählung „Eckenepen“ den Literaturpreis Prenzlauer Berg und im Jahre 2007 den Kranichsteiner Literaturförderpreis.!

Jürgen Christen

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