SZ stiftet Riehl-Heyse-Preis

Die Süddeutsche Zeitung hat zu Ehren eines ihrer größten Journalisten den „Herbert-Riehl-Heyse-Preis für Politischen Essay“ ausgelobt, der in diesem Jahr erstmals vergeben werden soll. Ausgezeichnet wird eine Stilform, die in den Zeitungen und Zeitschriften nur noch selten zu finden ist: der nachdenkliche, politische Essay, der das politische Zeitgeschehen analysiert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre verliehen.

Der Reporter, Essayist, Streiflicht- und Buchautor Herbert Riehl-Heyse schrieb 30 Jahre lang für die Süddeutsche Zeitung. Er beherrschte als Journalist eine politische wie auch literarisch-kulturelle Form der Berichterstattung, die für die SZ und eine ganze Generation von Journalisten stilprägend war – eine unaufdringliche, distanziert-ironische Schreibweise, oft sarkastisch und selbstironisch, aber auch anklägerisch scharf im Ton, wenn Riehl-Heyse beklagenswerte Zeitströmungen zu geißeln hatte.

Die Leser der Süddeutschen Zeitung sind eingeladen, Autoren zu nominieren. Beiträge, die 2004 in deutschen oder ausländischen Publikationen erscheinen, können bei der SZ-Chefredaktion (Sendlinger Str. 8, 80331 München) eingereicht werden. Eine von der SZ berufene Jury, der unter anderen der Zeitungswissenschaftler Professor Wolfgang Langenbucher, der Spiegel-Reporter Jürgen Leinemann sowie die SZ-Redakteure Evelyn Roll, Franziska Augstein und Hans Werner Kilz angehören, wird die Preisträger auswählen. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2005.

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