Sechs Kandidaten für den Brücke Berlin Preis 2014 nominiert

Die Jury des Literatur- und Übersetzungspreises Brücke Berlin hat fünf Prosawerke und ein Theaterstück für die Shortlist der mit 20.000 Euro dotierten Auszeichnung ausgewählt. Insgesamt wurden 40 Vorschlägen und Bewerbungen eingereicht.

Die Kaniddaten der Shortlist:

Swetlana Alexijewitsch: Secondhand-Zeit
Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt. Hanser Berlin 2013

Georgi Gospodinov: Physik der Schwermut
Aus dem Bulgarischen von Alexander Sitzmann. Literaturverlag Droschl 2014

Michail Schischkin: Briefsteller
Aus dem Russischen von Andreas Tretner. DVA 2012

Szczepan Twardoch: Morphin
Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Rowohlt Berlin Verlag 2014

Iwan Wyrypajew: Betrunkene
Aus dem Russischen von Stefan Schmidtke. Henschel SCHAUSPIEL Theaterverlag 2014

Serhij Zhadan: Die Erfindung des Jazz im Donbass
Aus dem Ukrainischen von Sabine Stöhr und Juri Durkot. Suhrkamp Verlag 2012

Die Entscheidung über die Preisträger fällt bis Mitte Juli. Die Preisverleihung findet am 1. Oktober 2014 im Deutschen Theater Berlin statt. Péter Esterházy, Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels, hat wie in den Vorjahren die Schirmherrschaft übernommen.

In diesem Jahr soll gemeinsam mit dem Literatur- und Übersetzerpreis erstmalig der Brücke Berlin Initiativpreis verliehen werden, der mit 5.000 Euro dotiert ist und mit dem eine herausragende Initiative einer Institution oder einer Einzelperson (etwa ein Literaturhaus, Verlag, Theater, Festival, Kurator, Kritiker etc.) zur Vermittlung der mittel- und osteuropäischen Literatur im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet werden soll.

Seit 2002 vergibt die BHF-Bank Stiftung alle zwei Jahre den Literatur- und Übersetzungspreis „Brücke Berlin“. Der Preis würdigt seit 2002 im zweijährigen Turnus ein bedeutendes zeitgenössisches Werk aus den Literaturen Mittel- und Osteuropas und seine herausragende Übersetzung ins Deutsche. Er ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an einen Autor und seinen deutschsprachigen Übersetzer.

Der Jury gehören die Übersetzerin Gabriele Leupold, die Kritiker Sabine Berking und Peter Michalzik, Ulrich Khuon (Deutsches Theater Berlin), Klaus-Dieter Lehmann (Präsident des Goethe Instituts), Wilhelm Burmester (BHF-Bank Stiftung) und Jürgen Jakob Becker (Literarisches Colloquium Berlin) an.

Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Olga Tokarczuk (Polen) und Esther Kinsky für Taghaus, Nachthaus (DVA), Andrej Bitow (Russland) und Rosemarie Tietze für Das Puschkinhaus (Suhrkamp), Péter Nádas (Ungarn) und Christina Virágh für Parallelgeschichten (Rowohlt).

Kommentare (0)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.