Rowohlt-Autoren Nadja Klinger und Jens König erhalten den Preis „Das politische Buch“ von der Friedrich-Ebert Stiftung

Die Jury der Friedrich-Ebert-Stiftung verleiht dem Reportagenband Einfach abgehängt den diesjährigen Preis Das politische Buch. „Der schonungslose Blick auf die zunehmende Armut in Deutschland die Gefährdung von Freiheit und das Fehlen von Gerechtigkeit und Solidarität in unserer Gesellschaft offenbart“ hat die Juroren offenbar beeindruckt.

In dem Buch geben zwölf Reportagen über Langzeitarbeitslose in Deutschland Einblick in prekäre Lebensverhältnisse unserer Gesellschaft. Nadja Klinger und Jens König machen in ihrem Buch „Einfach abgehängt. Ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland“ Vorschläge zu einer „intelligenten Armutspolitik“ im vollen Bewusstsein, dass auch sie den Stein der Weisen nicht gefunden haben.

Der mit € 10.000 dotierte Preis „Das politische Buch“ wird seit 1982 traditionell im Mai zum mahnenden Gedenken an die Bücherverbrennung im Jahr 1933 verliehen. Die beiden Autoren finden sich in einem illustren kreis von bisherrigen Preisträgern wieder: Ausgezeichnet wurden bisher Politiker, Publizisten, Wissenschaftler wie Helmut Schmidt, Michael Gorbatschow, Václav Havel, Hans Magnus Enzensberger, Norberto Bobbio, Richard Sennett, Heinrich August Winkler, Gunter Hofmann und Carolin Emcke. 2006 erhielt Erhard Eppler den Preis.

Nadja Klinger, geboren 1965 in Berlin, lebt dort als freie Autorin. Jens König, geboren 1964 in Berlin, leitet das Parlamentsbüro der taz.

Klinger, Nadja; König, Jens
„Einfach abgehängt“
Ein wahrer Bericht über die neue Armut in Deutschland
Berlin: Rowohlt Berlin Verlag, 2006

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