Preis der Stiftung Buchkunst verliehen

Die schönsten Bücher zum Anfassen

Gestern Abend wurden im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt die 25 schönsten Bücher aus dem Jahr 2013 vorgestellt, der Preis der Stiftung Buchkunst sowie drei Förderpreise verliehen.

Viele hatten sich im Foyer des Hauses eingefunden, in diesem Jahr konnten alle gekürten Bücher angefasst und durchgeblättert werden – ein riesiger Tisch war dafür aufgestellt worden. Außerdem standen die Bücher gut sichtbar in offenen Regalen im Hintergrund der Bühne.

Der Direktor des Museums, Matthias Wagner K, begrüßte die Gäste und nannte die Arbeit der Stiftung Buchkunst einen „Aufstand der guten Form“ inmitten einer zunehmend digitalen Umwelt. Der Wettbewerb der Stiftung richte sich nicht nur an Gestalter, Hersteller und Verleger, sondern auch an die Konsumenten. Sie müssten für die Qualität eines Buches sensibilisiert werden.

„Ein Monopolist will den Buchhandel plattmachen. Dagegen müssen wir mit allen Mitteln Widerstand leisten“, forderte Frankfurts Kulturdezernent Felix Semmelroth. Es gehe dabei um nichts weniger als um die Zukunft des Denkens und des Geistes. „Das Buch muss ein alltägliches und für jeden zugängliches Gut bleiben. Wer nicht mehr mit dem Buch in Berührung kommt, versäumt viel“, sagte der Politiker.

Die Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst, Katharina Hesse, moderierte den Abend und verwies darauf, dass 803 Bücher für den diesjährigen Wettbewerb eingereicht worden waren – zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Karin Schmidt-Friderichs, Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Buchkunst, würdigte anschließend die schönsten fünf Bücher in fünf Kategorien und verkündete das Urteil der Jury. Die Gestalter, Hersteller, Illustratoren, Fotografen und Verleger wurden mit Urkunden geehrt. Alle Preisträger werden auf www.stiftung-buchkunst.de ausführlich vorgestellt.

Drei mit jeweils 2.000 Euro dotierte Förderpreise konnten junge Buchgestalter entgegennehmen, 171 Bücher waren dafür eingereicht worden.

Der Wissenschaftsjournalist und Moderator Dirk Steffens hielt die Laudatio auf den Preisträger; der 10.000 Euro schwere Preis der Stiftung Buchkunst, wie die Förderpreise ebenfalls gestiftet von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, ging an die Kinderbuch-Reihe Forschen, Bauen, Staunen von A-Z aus dem Verlag Beltz & Gelberg. Die Illustrationen und die Umschlaggestaltung stammen von Gesine Grotrian, Fotos lieferten Thekla Ehling, Petra Stockhausen, Anke M. Leitzgen, die Herstellung verantwortete Nancy Püschel. Alle Beteiligten – ausschließlich Frauen – kamen zur Preisverleihung auf die Bühne.

Zum Abschluss der Veranstaltung dankte Katharina Hesse allen Mitarbeitern und Unterstützern der Stiftung Buchkunst. Auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober wird sich die Stiftung auf 300 Quadratmetern präsentieren und die schönsten Bücher ausstellen.

In diesem Jahr ist der Katalog zu den schönsten Büchern erstmals in drei verschiedenen Einbandfarben erschienen, das Werk erlaubt detaillierte Einblicke in gute Buchgestaltung.

JF

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