Peter-Huchel-Preis 2005 posthum für Nicolas Born

Der mit 10.000 Euro dotierte Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik geht in diesem Jahr posthum an Nicolas Born (1937 – 1979) für den von seiner Tochter Katharina Born herausgegebenen Band Gedichte.

Die Jury würdigte das im Wallstein Verlag erschienene Werk, das neben sämtlichen zu Lebzeiten publizierten Gedichten zahlreiche unveröffentlichte aus dem Nachlass enthält, als „herausragende Neuerscheinung des Jahres 2004“. Born habe Gedichte von „extremer Sprachempfindlichkeit und Magie“ geschrieben und in seltener Intensität die Vorstellung vom Glanz des einfachen und direkten Ausdrucks verwirklicht, ohne außer Acht zu lassen, was er zum Werk Ernst Meisters festgehalten hatte: „Ein Gedicht muss dunkle Stellen haben“.

Sein Werk, so die Jury weiter, weise Nicolas Born als „tonsetzende Figur“ unter den Dichtern der siebziger Jahre aus. Auch heute noch besäßen seine Gedichte „außergewöhnliche Leuchtkraft“. Die Preisverleihung findet am 3. April 2005, dem Geburtstag des Namensgebers Peter Huchel, in Staufen im Breisgau statt.

Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestiftete Peter-Huchel-Preis wird seit 1983 für ein herausragendes lyrisches Werk des vergangenen Jahres verliehen. Zu den Preisträgerinnen und Preisträgern gehörten zuletzt Adolf Endler, Oskar Pastior, Wolfgang Hilbig, Rolf Haufs und Hans Thill.

Informationen unter: http://www.swr.de

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