Lutz Seiler erhält Marie Luise Kaschnitz-Preis

Die Evangelische Akademie Tutzing ehrt den Dichter und Schriftsteller Lutz Seiler mit dem Marie Luise Kaschnitz-Literaturpreis.

In der Begründung der Jury heißt es: „Lutz Seilers Gedichte, Essays und Erzählungen sind bestechende poetische Erkundungen ostdeutscher Industrielandschaften, in denen Geigerzähler, Vergasernadeln oder süßliche Gase magische Qualitäten gewinnen. In seinem Roman Kruso steigert sich Seilers Vergangenheitsrecherche zu einer mitreißenden Abenteuergeschichte über die untergehende DDR. Das Abwaschbecken einer Gastwirtschaft wird zum Hort der Freiheit. Ein atemberaubender Weltentwurf, eine moderne Legende und ein Sprachereignis. Lutz Seiler erhält den Preis für sein Gesamtwerk.“

Mitglieder der Jury sind: Dr. Maike Albath (Literaturkritikerin), Kristina Maidt-Zinke (Literaturkritikerin, Süddeutsche Zeitung), Prof. Dr. Gunther Nickel (Literaturwissenschaftler), Dr. Hajo Steinert (Literaturkritiker, Abteilungsleiter „Kulturelles Wort“, Deutschlandfunk) und Judith Stumptner (Studienleiterin, Evangelische Akademie Tutzing).

Die Verleihung des mit 7.500 Euro dotierten Preises findet am 19. April 2015 in der Evangelischen Akademie Tutzing statt. Sie ist Höhepunkt einer Wochenend-Tagung, die sich mit dem Werk des Preisträgers befasst.

Der Marie Luise Kaschnitz-Preis wurde 1984 anlässlich des 10. Todestages der Schriftstellerin gegründet und wird seitdem regelmäßig verliehen, um Autorinnen und Autoren in ihrem Gedächtnis auszuzeichnen. Preisträger der vergangenen Jahre waren u.a. Thomas Lehr, Mirko Bonné, Pascal Mercier und Julia Franck. Lutz Seiler ist der 16. Preisträger.

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