LUCHS-Preis Mai für Raquel J. Palacio: “Wunder”

Der LUCHS-Preis des Monats Mai geht an die amerikanische Autorin Raquel J. Palacio für ihr Buch Wunder, das 2013 im Hanser Verlag erschienen ist. Ins Deutsche übersetzt wurde es von André Mumot.

Der LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur wird jeden Monat von der ZEIT und Radio Bremen vergeben. Aus den 12 Monatssiegern wird der JahresLUCHS gewählt. Jurymitglieder sind Karsten Binder, Birgit Dankert, Hartmut El Kurdi und ZEIT-Redakteurin Katrin Hörnlein.

Der Held der Geschichte, der zehnjährige August Pullman, hat ein entstelltes Gesicht. Menschen, die ihn zum ersten Mal sehen sind verschreckt und verängstigt. Bisher hat August noch nie eine öffentliche Schule besucht, aber das ändert sich nun. Er kommt in die fünfte Klasse. Das erste Jahr an einer Schule ist für den Jungen begleitet von großen Herausforderungen: neue Lehrer, neue Mitschüler, neue Fächer. August wird gemobbt und ausgegrenzt, er findet aber auch neue Freunde. So ist “Wunder” eine Geschichte über Integration und Akzeptanz, stärker aber sind Fragen: Wer bin ich? Wer will ich sein?

Raquel J. Palacio erzählt einfühlsam und überzeugend aus der Sicht und in der Sprache der Kinder. Doch die Autorin will mehr als eine gute Geschichte erzählen. Mit gefühlten 100 Ausrufezeichen versieht sie ihre Botschaft: Choose kind! – wähle die Freundlichkeit. In den USA hat der Verlag sogar eine Website samt Unterschriftenkampagne dazu ins Leben gerufen, bei der sich Schüler gegen Mobbing aussprechen. “Dass es eine PR-Nummer ist – geschenkt, jedenfalls dann, wenn es tatsächlich eine Diskussion unter Kindern auslöst”, urteilt Jury-Vorsitzende Katrin Hörnlein.

Am 9. Mai 2013, 15.20 Uhr, stellt Radio Bremen die aktuelle Preisträgerin vor. Redaktion: Karsten Binder. Das Gespräch zum Buch ist online abrufbar unter www.radiobremen.de/funkhauseuropa.

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