LUCHS-Preis April für Iva Procházková: „Orangentage“

Der LUCHS-Preis des Monats April geht an Iva Procházkováfür ihr Buch „Orangentage“. Der Roman ist 2012 im Sauerländer Verlag erschienen und erzählt die Geschichte des 14-jährigen Darek, der in einem tschechischen Dorf aufwächst.

Darek hat es nicht leicht: Seine Mutter stirbt, der Vater ertränkt Trauer und wirtschaftliche Sorgen in Alkohol, und die anderen Jungen im Dorf hänseln seine kleine Schwester, die am Downsyndrom leidet. Trotz allem gelingt es Darek, sein Leben innerhalb weniger Monate in den Griff zu bekommen – wobei nicht zuletzt die nach Orangen duftende Hanka eine wichtige Rolle spielt.

Sowohl die innere als auch die äußere Lebenswelt des Protagonisten werden von der Autorin glaubhaft und eindrucksvoll dargestellt. Als gebürtige Tschechin, die jahrelang in Österreich und Deutschland gelebt hat, schreibt Iva Procházková gleichzeitig für ein deutsches und ein tschechisches Publikum. „An ihrem ‚Prager Deutsch’, der wort- und bildreichen Sprache mit einer großen Fülle von sorgfältig abgestimmten Beschreibungen einzelner Vorgänge und Stimmungen, können sich deutsche Leser (…) ganz besonders erfreuen“, urteilt Jurymitglied Birgit Dankert.

Der LUCHS-Preis für Kinder- und Jugendliteratur wird jeden Monat von der ZEIT und Radio Bremen vergeben. Aus den 12 Monatssiegern wird im November der JahresLUCHS gewählt. Jurymitglieder sind Karsten Binder, Birgit Dankert, Hartmut El Kurdi und ZEIT-Redakteurin Susanne Gaschke.

Am 12. April 2012, 15.20 Uhr, stellt Radio Bremen das Buch vor. Redaktion: Libuse Cerna. Das Gespräch zum Buch ist online abrufbar unter www.radiobremen.de/funkhauseuropa.

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