Louise-Schroeder-Medaille für Daniela Dahn

Die Schriftstellerin Daniela Dahn erhält vom Berliner Senat die Louise-Schroeder-Medaille zuerkannt. Sie wird Frauen verliehen, die sich am Prozeß öffentlicher demokratischer Meinungsbildung mit Mut und Entschiedenheit, manchmal auch provozierend, beteiligen. Den Worten der Stifter zufolge ehrt sie Persönlichkeiten, „die sich um Demokratie, Frieden, soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung von Frau und Mann verdient gemacht haben“. Das trifft auf Daniela Dahn und ihre Bücher bei Rowohlt ganz besonders zu.

Die kritischen politischen Essays der Autorin, die in der Wende Mitgründerin des „Demokratischen Aufbruchs“ wurde und zwei Jahre lang stellvertretende Vorsitzende der 40köpfigen unabhängigen Untersuchungskommission der DDR zum Verhalten von Polizei und Staatssicherheit gewesen ist, haben ein großes Publikum, viel öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden. So wurde Daniela Dahn 1999 mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für politische Publizistik geehrt.

„Umso bedauerlicher ist es“, kommentiert Rowohlt, „dass die Berliner Preisverleihung – wie schon im Vorjahr, in dem die Vergabe an Regine Hildebrandt verhindert wurde – von einem Meinungs- und Parteienstreit überschattet wird, dessen Stil und Form dem Ansehen unser Autorin und auch dem Ansehen der Auszeichnung Schaden zufügt. Persönlich herabsetzende Angriffe (so durch die Vorsitzende des „Autorenkreises der Bundesrepublik“) sowie aus dem Zusammenhang gerissene, verfälschte oder gar frei erfundene Zitate (so in den Berliner Seiten der FAZ vom 12.4. und in der Berliner Morgenpost am 13.4.) sind wenig geeignet, eine faire und für die Öffentlichkeit verständliche Auseindersetzung zu führen.“

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