Ivan Nagel erhält den Heinrich-Mann-Preis 2005

Der in Berlin lebende Autor Ivan Nagel erhält den Heinrich-Mann-Preis 2005 der Akademie der Künste. In der Begründung der Jury, der Ingomar von Kieseritzky, Kurt Scheel und die diesjährige Preisträgerin Claudia Schmölders angehören, heißt es: „Die Ehrung gilt vor allem einem großen Essayisten, dem homme engagé, der den europäischen Holocaust überlebte, ohne Europa und das Lob seiner Kultur aufzugeben, ganz im Sinne des Namensgebers des Preises“.

Der mit 8 000 Euro dotierte Preis für Essayistik wird am 10. April 2005 in der Akademie der Künste durch den Präsidenten Adolf Muschg verliehen. Die Laudatio hält Luc Bondy.

Ivan Nagel wurde 1931 in Budapest geboren. Ab 1962 war er Chefdramaturg an den Münchner Kammerspielen, von 1972-1979 Leiter des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg, 1981 gründete er die Festspiele „Theater der Welt“. 1985-1988 leitete er das Württembergische Staatsschauspiel. 1989-1996 war er Professor für „Ästhetik und Geschichte der Darstellenden Künste“ an der Berliner Hochschule der Künste, 1998 Schauspielchef der Salzburger Festspiele. Seit 2000 lehrt er als Professor für Geistesgeschichte an der Central European University in Budapest. Zuletzt erschien von Ivan Nagel „Das Falschwörterbuch. Krieg und Lüge am Jahrhundertbeginn“ (Berliner Taschenbuch Verlag).

Der Heinrich Mann Preis wird jährlich vergeben. Bisherige Preisträger waren Claudia Schmölders, Wolfgang Schivelbusch und Götz Aly.

Informationen unter: http://www.adk.de/

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