Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt für Teju Cole und Christine Richter-Nilsson

Der Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt geht in diesem Jahr an den aus Nigeria stammenden amerikanischen Autor Teju Cole für seinen Roman Open City und an Christine Richter‐Nilsson für die deutsche Erstübersetzung (Suhrkamp 2012).

„Teju Cole ist mit Open City ein überragendes Erzähldebüt gelungen“, heißt es in der Begründung. Der Autor schicke seinen Romanhelden in New York auf den Weg der Selbstfindung: Die Topographie Manhattans abschreitend, rekapituliere er Stationen seines Lebens. „Coles detailgenaue, rhythmisierte Prosa erzeugt einen Sog, der den Leser mitnimmt und überzeugt. Sein Buch besticht durch den existenziellen Ernst und die Wahrhaftigkeit des Erzählers, der jenseits kultureller Klischees wie ein Medium die Konflikte der globalisierten Welt registriert.“

Christine Richter‐Nilssons Übersetzung fange die Musikalität des Romans, die sich überlagernden Stimmen und Stimmungen des Großstadtflaneurs mit sprachlicher Eleganz ein.

Der Internationale Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt wird 2013 zum fünften Mal vergeben. Der Autor erhält 25.000 Euro, die Übersetzerin 10.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 12. Juni im Rahmen einer „Lange Nacht der Shortlist“ [mehr…] statt, in der die nominierten Autoren und Übersetzer in Lesungen und Gesprächen präsentiert werden.

Informationen unter www.hkw.de

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