Herta Müller erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2004

Die Autorin Herta Müller erhält den mit 15 000 Euro dotierten Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2004. Das gab die Stiftung am 2. Januar in Berlin bekannt. Die 1953 in Nitzkydorf/Rumänien geborene Autorin war 1987 nach Deutschland geflüchtet. Sie habe sich in ihren Romanen und Essays mit der Diktatur und der Tätergeneration der Eltern sowie mit dem Aufbruch nationaler Minderheiten in Osteuropa intensiv auseinandergesetzt, heißt es in der Begründung der Jury. Als Chronistin des Alltagslebens in der Diktatur habe sie protestiert gegen verordnetes Denken und entmündigtes Sprechen, und sie habe sich für demokratische Grundwerte engagiert. Zuletzt erschien von Herta Müller „Der König verneigt sich und tötet“ im Carl Hanser Verlag.
Die Auszeichnung wird am 16. Mai in Weimar verliehen. Laudator ist Joachim Gauck, der ehemalige Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Gauck ist Vorsitzender des Vereins „Gegen Vergessen – Für Demokratie“. Zu den bisherigen Preisträgern der Konrad-Adenauer-Stiftung gehören Sarah Kirsch, Günter de Bruyn, Thomas Hürlimann, Hartmut Lange, Louis Begley und Patrick Roth.

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