Hermann Kesten-Preis 2014 für Snowden-Anwalt Wolfgang Kaleck

Der mit 10.000 Euro dotierte Hermann Kesten-Preis des deutschen PEN-Zentrums geht in diesem Jahr an den Berliner Menschenrechtsanwalt Wolfgang Kaleck.

Kaleck erhält die Auszeichnung für sein beharrliches und unerschrockenes Engagement für die Opfer staatlicher Gewalt, etwa in Argentinien, Tschetschenien, Kolumbien, Pakistan, Mexiko, Usbekistan und im Irak.

„Es ist das Verdienst von Wolfgang Kaleck, dass er Menschenrechtsverletzungen immer in ihrer internationalen Dimension wahrzunehmen vermag“, sagte der Präsident des deutschen PEN, Josef Haslinger, heute bei der Verkündung des Preisträgers in Darmstadt.

Wolfgang Kaleck, geboren 1960, ist der Rechtsanwalt von Edward Snowden in Deutschland. Er war Bundesvorsitzender des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins (RAV) und gründete 2007 das European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), dessen Generalsekretär er heute ist.

Im Wagenbach Verlag sind in der Reihe Politik Kalecks Bücher Mit zweierlei Maß. Der Westen und das Völkerstrafrecht (2012) und Kampf gegen die Straflosigkeit. Argentiniens Militärs vor Gericht (2010) erschienen.

Der Preis wird am 13. November im Staatstheater Darmstadt verliehen. Die Laudatio hält Bundesminister a.D. Gerhart Baum.

Zu den bisherigen Trägern des Hermann Kesten-Preises gehören unter anderem Günter Grass, Anna Politkovskaja und Liu Xiaobo.

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