Die Kulturzeitschrift Lettre International initiiert einen Preis für die weltweit beste literarische Reportage

Eine Jury aus international anerkannten Schriftstellern vergibt am 4. Oktober in Berlin erstmals den Lettre Ulysses Award für die beste literarische Reportage der Welt. Der von der Kulturzeitschrift Lettre International in Verbindung mit der Aventis Foundation initiierte Preis ist insgesamt mit 100 000 Euro dotiert. Die Initiatoren wollen damit die Bedeutung der Literarischen Reportage in den Fokus weltweiter Aufmerksamkeit rücken und die Autoren dieses Genres in ihrer Arbeit unterstützen. Das Goethe-Institut Inter Nationes ist Partner des Projekts.
Bereits am 21. und 22. Juni traf die international besetze Jury in Berlin eine Vorauswahl von mehr als 20 Reportagen, die nach dem 1. Januar 2000 veröffentlicht worden sind. Nach einem zweiten Jurytreffen wird Anfang September eine Nominierungsliste mit sieben Texten veröffentlicht und am 4. Oktober findet dann in Anwesenheit der Juroren und Preisträger die öffentliche Preisverleihung statt. Die Jury konstituiert sich ausschließlich aus Schriftstellern, die im Genre der Reportage zu Hause sind: Swetlana Alexijewitsch, Hans Christoph Buch, Jorge Edwards, Isabel Hilton, Philip Gourevitch, Nedim Gürsel, Natsuki Ikezawa, Elias Khoury, Pedro Rosa Mendes, Nirmal Verma, Abdourahman Waberi und Yang Xiaobin. Die Zusammensetzung der Jury soll jährlich wechseln. Ein Beirat, dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der polnische Reportageautor Ryszard Kapuscinski, der französische Ethnologe Jean Malaurie und der dänische Kriegsreporter Jan Stage angehören, begleiten das Projekt.
Weitere Informationen zum Konzept des Preises und zur Jury unter: http://www.lettre-ulysses-award.org

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