Der „Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman“ 2004 geht an Terézia Mora für „Alle Tage“

Die Berliner Schriftstellerin Terézia Mora erhält den mit 10 000 Euro dotierten „Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman“ 2004. Wie das Literaturhaus Hamburg mitteilt erhält die gebürtige Ungarin den nach seiner Stifterin benannten Preis für ihr Romandebüt „Alle Tage“ (Luchterhand Verlag). „Mit ihrem stilistisch gewagten und rasant geschnittenen, dabei bildmächtigen und mitreißenden Roman über die Sprache und deren Verlust ist der Autorin das Kunststück geglückt, über das Unsagbare zu sprechen: Die Liebe, die Hoffnung – und die Scham“, heißt es in der Begründung der 15-köpfigen Jury, die ausschließlich aus Mitgliedern des Hamburger Literaturhauses besteht. 22 Verlage aus dem deutschsprachigen Raum hatten 27 Debütromane eingereicht. Die Preisverleihung findet am 13. Januar 2005 im Literaturhaus Hamburg statt.

Terézia Mora wurde 1971 in Sopron (Ungarn) geboren und lebt seit 1990 in Berlin, wo sie Hungarologie und Theaterwissenschaft studierte. 1999 gewann sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 2000 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Außerdem hat sich Terézia Mora einen Namen als Übersetzerin gemacht, u.a. übertrug sie Péter Esterházys Familienepos „Harmonia Caelestis“ ins Deutsche.

Die Hamburger Stifterin Mara Cassens möchte mit ihrem Preis jungen Autoren ermöglichen, „sich für eine gewisse Zeit ganz dem Schreiben zu widmen.“ Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören Annette Pehnt, Zsuzsa Bánk und Erwin Koch.

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