Cécile Wajsbrot erhält den Prix de l’Académie de Berlin

Die französische Schriftstellerin, Übersetzerin und Essayistin Cécile Wajsbrot erhält in diesem Jahr den Prix de l’Académie de Berlin. Die Preisträgerin lebt abwechselnd in Paris und Berlin.

Sie setze sich aus der Perspektive einer in Frankreich aufgewachsenen Jüdin intensiv mit Erinnern, Vergessen und dem Schweigen zwischen den Generationen in Deutschland und Frankreich auseinander, heißt es in der Begründung. „Cécile Wajsbrot ist wie George Perec eine Flaneuse, Stadtsemiotikerin und Spurensucherin, die insbesondere in Berlin und Paris Schichten einer leidvollen Vergangenheit freilegt und sie zum Gegenstand ihres Erzählens macht.“

Cécile Wajsbrot ist Verfasserin zahlreicher in Frankreich veröffentlichter Romane, Erzählbände und Essays. In deutscher Übersetzung erschienen zuletzt Für die Literatur (2013) und Eclipse (2016) im Verlag Matthes & Seitz Berlin.

Die Preisverleihung findet am 29. November in der Französischen Botschaft in Berlin statt. Die Laudatio wird die Romanistin Patricia Oster-Stierle, Mitglied der Académie de Berlin, halten.

Der Prix de l’Académie de Berlin wird jedes Jahr an Personen, Personengruppen oder Institutionen aus Frankreich oder Deutschland vergeben, die in Kunst, Kultur, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Gesellschaft oder Kirchen tätig sind und nicht als professionelle Mittler für die deutsch-französischen Beziehungen arbeiten. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderen Tomi Ungerer und Stéphane Hessel.

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