Borromäusverein: Bücher des Monats sind „Länger als sonst ist nicht für immer“ und „In Ruhe sterben“

Der Borromäusverein empfiehlt im Oktober als Roman „Länger als sonst ist nicht für immer“ von Pia Ziefle (Arche) und als Sachbuch zur Debatte um Sterbehilfe „In Ruhe sterben“ von Reimer Gronemeyer und Andreas Heller (Pattloch).

Pia Ziefle erzählt in zwei Handlungssträngen von Lew und Ira, die der Tod eines Familienmitglieds jeweils dazu bringt, den eigenen Lebensweg zu erkunden und sich zu fragen, warum sie eigentlich geworden sind wie sie sind. Die Verbindung zwischen den beiden ist zunächst nicht offensichtlich, erst gegen Ende des Romans zeigt sich, wie Lew in Iras Geschichte passt und Ira in Lews. Ein berührender Roman über Liebe in vielen Facetten und über die Ankunft im eigenen Leben, der lange im Hinterkopf bleibt, dessen Sprache ein Fest ist, dessen Ende viel zu schnell kommt – und doch rund und voll und gut ist.

Reimer Gronemeyer und Andreas Heller werben dafür, die Kunst des Lebens und Sterbens neu zu erlernen, und wehren sich dagegen, Sterben zu einer Krankheit zu machen und den Sterbenden damit zu einem behandlungs- und überwachungspflichtigen Objekt.

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