Antonia Rados ist 40. Preisträgerin des Donauland-Sachbuchpreises

Die österreichische Autorin Antonia Rados erhält für ihr Gesamtwerk den mit 10.000 Euro dotierten Donauland-Sachbuchpreis. Die Preisverleihung findet am 4. Mai im Jüdischen Museum in Wien statt. Die Laudatio hält der Journalist Christian Schüller.

Mit Antonia Rados ehrt das Kuratorium „das Werk einer international anerkannten Journalistin, die seit mehr als dreißig Jahren von den Konfliktherden der Welt berichtet und ihre Erfahrungen in erfolgreichen Sachbüchern reflektiert und verarbeitet.“ Antonia Rados sei eine der wenigen Frauen unter den Kriegsreportern, so das Kuratorium. „Ihre Reportagen entstehen oft unter lebensgefährlichen Bedingungen. Für die Menschen in den Kriegs- und Krisengebieten ist sie eine geduldige, nachdenkliche Zuhörerin und ein wirkmächtiges Sprachrohr. Ihre Leser und Leserinnen verdanken dieser mutigen Reporterin vielfältige und gleichzeitig differenzierte Einblicke und Einsichten in ferne Länder und in Konflikte zwischen Völkern, Religionen und Kulturen.“

Antonia Rados arbeitete von 1978 bis 1991 als ORF-Korrespondentin u.a. in Chile, Südafrika, Somalia und im Iran. Abgesehen von einer kurzen Unterbrechung, ist sie seit 1995 als Auslandskorrespondentin für die Sender der Mediengruppe RTL Deutschland in Kriegs- und Krisenregionen unterwegs. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, dem Bayerischen Fernsehpreis und dem Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik.

Der Donauland Sachbuchpreis wurde 1975 von den Verlegern Rudolf Kremayr, Wilhelm Scheriau und Reinhard Mohn ins Leben gerufen. Sie wollten laut Satzung des Stiftungs-Fonds „Sachbücher fördern, die in hervorragender Weise dazu dienen, Information und Bildung an breite Leserschichten zu vermitteln.“ Bisher wurden u.a. ausgezeichnet: Konrad Lorenz, Hilde Spiel, Hugo Portisch, Bruno Kreisky, Claudio Magris, Paul Watzlawick, Paul Lendvai, Karl-Markus Gauß, Ruth Klüger, Robert Menasse und Christoph Ransmayr.

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