Abraham Geiger Preis 2004 an Alfred Grosser

Am 25. Februar wird dem Politikwissenschaftler Alfred Grosser in der französischen Botschaft in Berlin der Abraham Geiger Preis 2004 verliehen. Grosser habe sich stets als Verteidiger des Erbes der Aufklärung verstanden, heißt es in der Begründung der Jury. Mit Mut sei er für die Freiheit der Meinungsäußerung eingetreten und habe für Offenheit und Toleranz plädiert. Selbst jüdischer Emigrant aus Nazi-Deutschland, habe er beherzt auch die Position mancher israelischer Politiker kritisiert, wenn er es der Wahrheit für schuldig hielt. Im C.H. Beck Verlag ist von Alfred Grosser „Wie anders sind die Deutschen?“ erschienen.

Gestiftet wurde der Abraham Geiger Preis 1999 anlässlich der Gründung des Abraham Geiger Kollegs Potsdam als erstem Rabbinerseminar nach der Schoa. Die Auszeichnung ist mit 5 000 Euro dotiert, die der Preisträger einem Projekt zuwendet, „das dem Wesen des Preises Gestalt verleiht“.
Weitere Informationen im Internet: http://www.abraham-geiger-kolleg.de

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