15. Comic Salon Erlangen: Preis für Lebenswerk für Lorenzo Mattotti

Im Rahmen des Internationalen Comic-Salons 2012 wird in diesem Jahr zum 15. Mal der Max und Moritz-Preis verliehen, die wichtigste Auszeichnung für grafische Literatur im deutschsprachigen Raum. Mit dem italienischen Zeichner Lorenzo Mattotti würdigt die Jury das “genreübergreifende Lebenswerk” einer der einflussreichsten und vielseitigsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen internationalen Comic-Kunst.

25 Titel wurden für den Max und Moritz-Preis 2012 nominiert. Acht von neun Preisträgern werden am 8. Juni 2012 im Rahmen der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Neben dem Sonderpreis für das Lebenswerk legten die Juroren 22 Nominierungen fest, die durch drei weitere Titel, die in Internet-Umfragen durch das Publikum ermittelt wurden, zur 25 Titel umfassenden Nominierten-Liste ergänzt wurden. Ausgehend von dieser Liste werden im Rahmen der Max und Moritz-Gala am Freitag, 8. Juni 2012, 21:00 Uhr im Markgrafentheater Erlangen die Preise in den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic“, „Bester internationaler Comic“, „Bester Comic-Strip“ und „Bester Comic für Kinder“ verliehen.

In den Kategorien „Bester deutschsprachiger Comic-Künstler“ (Dotierung: 5.000,– Euro), „Beste studentische Comic-Publikation“ (Dotierung: 1.000,– Euro) und Spezialpreis der Jury wurden keine Nominierungen vorgenommen. Die Preisträger in diesen drei Kategorien werden während der Max und Moritz-Gala bekannt gegeben. Die Max und Moritz-Gala wird in diesem Jahr von Hella von Sinnen und Christian Gasser moderiert.

Der Max und Moritz-Preis trägt seit fast 30 Jahren wesentlich zur Anerkennung der grafischen Literatur im deutschsprachigen Raum bei. Der Preis wird von Bulls Press, Frankfurt am Main, gestiftet und von der Stadt Erlangen im Rahmen des Internationalen Comic-Salons verliehen. Mit dem Max und Moritz-Preis soll die Arbeit herausragender Künstler gewürdigt, verdienstvolle Verlagsarbeit bestärkt und auf Nachwuchstalente aufmerksam gemacht werden. Darüber hinaus ist es ein weiteres Ziel des Preises, die Auseinandersetzung über die qualitativen Kriterien zur Beurteilung der Comic-Kunst zu intensivieren.

Der Jury für den Max und Moritz-Preis gehören in diesem Jahr an: Christian Gasser (Schriftsteller und Journalist, Luzern), Herbert Heinzelmann (Journalist und Medienwissenschaftler, Nürnberg), Brigitte Helbling (Journalistin, Arbeitsstelle für Graphische Literatur der Universität Hamburg), Andreas C. Knigge (Autor und Journalist, Hamburg), Andreas Platthaus (Journalist und Autor, Frankfurt am Main), Jan Taussig (Bulls Press, Frankfurt am Main) und Bodo Birk (Internationaler Comic-Salon Erlangen).

Die 25 für den Max und Moritz-Preis 2012 nominierten Titel
(in alphabetischer Reihenfolge):

– „Alois Nebel“ von Jaroslav Rudiš und Jaromír 99 (Übersetzung: Eva Profousová. Verlag Voland & Quist)
– „Alte Meister“ von Nicolas Mahler nach Thomas Bernhard (Suhrkamp Verlag)
– „Annas Paradies“ von Daniel Schreiber (Splitter Verlag)
– „Asterios Polyp“ von David Mazzucchelli (Übersetzung: Thomas Pletzinger. Eichborn Verlag)
– „Aufzeichnungen aus Jerusalem“ von Guy Delisle (Übersetzung: Martin Budde. Reprodukt)
– „Baby Blues“ von Rick Kirkman und Jerry Scott (Übersetzung: Michael Bregel. Bulls Press / Achterbahn im Lappan Verlag)
– „Castro“ von Reinhard Kleist (Carlsen Verlag)
– „Das tapfere Prinzlein und die sieben Zwergbären“ von Émile Bravo (Übersetzung: Ulrich Pröfrock. Carlsen Verlag)
– „Dédé – Eriks Detektiv Deschamps“ von Erik (Epsilon Verlag) > nominiert durch das Publikum
– „Der Mann, der seinen Bart wachsen ließ“ von Olivier Schrauwen (Übersetzung: Helge Lethi. Reprodukt)
– „Der Staub der Ahnen“ von Felix Pestemer (avant-verlag)
– „Die Ballade von Seemann und Albatros“ von Nick Hayes (Übersetzung: Henning Ahrens. mareverlag)
– „Essex County“ von Jeff Lemire (Übersetzung: Thomas Schützinger. Edition 52)
– „Fennek“ von Lewis Trondheim und Yoann (Übersetzung: Kai Wilksen. Reprodukt)
– „Fünftausend Kilometer in der Sekunde“ von Manuele Fior (Übersetzung: Maya della Pietra. avant-verlag)
– „Gaza“ von Joe Sacco (Übersetzung: Christoph Schuler. Edition Moderne)
– „Grablicht“ von Daniela Winkler (Droemer Knaur) > nominiert durch das Publikum
– „Haarmann“ von Peer Meter und Isabel Kreitz (Carlsen Verlag)
– „Lou!“ von Julien Neel (Übersetzung: Thomas Schöner. Tokyopop)
– „Packeis“ von Simon Schwartz (avant-verlag)
– „Pluto“ von Naoki Urasawa nach Osamu Tezuka. Co-Autor: Takashi Nagasaki (Übersetzung: Jürgen Seebeck. Carlsen Verlag)
– „Riekes Notizen“ von Barbara Yelin (Frankfurter Rundschau)
– „Schöne Töchter“ von Flix (Der Tagesspiegel)
– „Summer Wars“ von Mamoru Hosoda, Iqura Sugimoto und Yoshiyuki Sadamoto (Übersetzung: Nadine Stutterheim. Carlsen Verlag)
– „The Walking Dead“ von Robert Kirkman, Charlie Adlard und Cliff Rathburn (Übersetzung: Marc-Oliver Frisch. Cross Cult) > nominiert durch das Publikum

Leseproben der nominierten Titel sind in Kürze als kostenloses E-Book auf den einschlägigen E-Book-Plattformen und unter www.comic-salon.de verfügbar sowie als einzelne Titel bei www.MyComics.de.

Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr ein Max und Moritz-Publikumspreis vergeben. Zur Auswahl stehen die 25 für den Max und Moritz-Preis nominierten Titel. Die Abstimmung, die am Abend des 7. Juni um 19:00 Uhr endet, erfolgt in Zusammenarbeit mit Tageszeitungen und Comic-Magazinen sowie online unter http://comic-salon.comicforum.de.

Im Rahmen der Max und Moritz-Gala wird zum zweiten Mal auch der Preis des „Francomics!“-Wettbewerbs verliehen. Mit dem Schülerwettbewerb erhalten Jugendliche bis zur zehnten Klasse Einblick in die französische Comic-Kultur. Das Projekt „Francomics!“ ist eine Kooperation des Institut français d’Allemagne, der französischen Botschaft Berlin und des deutsch-französischen Instituts Erlangen und wird von der Robert Bosch Stiftung und dem Cornelsen Verlag gefördert.

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