Heyne sichert 110 Arbeitsplätze: Garchinger Auslieferung wird nun doch nicht geschlossen

Entgegen den Meldungen der letzten Wochen wird der Heyne Verlag auch in Zukunft an seiner eigenen Auslieferung in Garching festhalten. Auf einer Mitgliederversammlung hat die Geschäftsführung der Verlagsgruppe Ullstein Heyne List heute verkündet, dass sich ein „in letzter Sekunde ins Spiel gebrachte hauseigene Logistik-Modell als tragfähig erwiesen“ hat. „Diese dramatische Wende wurde nur möglich durch die beispiellose Zusammenarbeit zwischen Garchinger Betriebsleitung, Betriebsrat und Geschäftsführung“, so HUL-Geschäftsführer Christian Strasser. Mit der revidierten Entscheidung konnten 110 bedrohte Arbeitsplätze in Garching gesichert werden. Ursprünglich hatte man nämlich vorgesehen, die Auslieferung zu schließen und die Distribution über KNO laufen zu lassen. Das Sanierungskonzept soll jetzt Investitionen in EDV und Lagertechnik in Höhe mehrerer Millionen DM sein. Feste Verträge mit KNO, so Urban Meister, kaufmännischer Geschäftsführer bei Heyne, habe es nicht gegeben. Die Verabredungen mit der Frankfurter Auslieferung seien damals „vorbehaltlich einer solchen Lösung“ getroffen worden. Von vorne herein habe man klar gemacht, dass man einen Erhalt der eigenen Auslieferung favorisiert habe. Meister betonte allerdings in diesem Zusammenhang ganz klar, dass das keine Entscheidung gegen KNO, sondern für die Auslieferung in Garching und vor allem für die betroffenen Mitarbeiter ist. Im Haus sei man sehr glücklich darüber, dass das Garchinger Unternehmen nun doch eine Zukunft habe, obwohl die Aussichten auf Erhalt vor einigen Wochen noch als sehr gering eingestuft wurden.

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