Auszeichnungen Anita Djafari als BücherFrau des Jahres geehrt

Buchmesse - Anita Djafari
Anita Djafari

Bereits im Mai wählten die BücherFrauen die Geschäftsleiterin von Litprom, Anita Djafari, zur BücherFrau des Jahres 2016. Gestern konnte sie auf der Frankfurter Buchmesse im Weltempfang die Auszeichnung entgegennehmen.

Die Laudatio hielt Ruth Kumpmann, Leiterin Internationale Märkte bei der Frankfurter Buchmesse, ebenfalls anwesend war Stephanie Hanel, Erste Vorsit

zende des geschäftsführenden Vorstands der BücherFrauen.

Kumpmann würdigte ausführlich das unermüdliche Streben Djafaris, Literatur aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der Arabischen Welt bekannt zu machen.

Anita Djafari studierte Germanistik und Anglistik, arbeitete im Qumran Verlag und im Verlag Antje Kunstmann. 1989 gründete sie in Frankfurt am Main die Buchhandlung Neue Horizonte. Sie lebte drei Jahre in Peru, war anschließend als Übersetzerin und Literaturvermittlerin tätig.

Seit 1980 engagiert sie sich für Litprom, seit 2006 ist sie dort festangestellt, 2009 wurde sie Geschäftsleiterin. Sie rief 2012 die Litprom Literaturtage in Frankfurt ins Leben, machte sich für den seit 1987 von der Initiative LiBeraturpreis vergebenen Preis an Autorinnen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und der arabischen Welt stark. Seit 2013 wird die Auszeichnung von Litprom verliehen.

In der Nominierung zur Auszeichnung als BücherFrau des Jahres heißt es: „Ohne Anita Djafaris Engagement, ihre Überzeugungsarbeit, ihre Beharrlichkeit, ihren Sachverstand und ihre langjährige Erfahrung wäre das kulturelle Leben Deutschlands, wenn nicht der ganzen Welt, ein ganzes Stück ärmer.“

„Ich bin ein bisschen gerührt“, sagte Anita Djafari nach der Übergabe von Urkunde und Blumen, „es ist eine große Ehre, mit zu den ausgezeichneten BücherFrauen zu gehören.“
Sie habe vor allem in zwei Netzwerken gewirkt – seit 2002 bei den BücherFrauen und seit 1980 bei Litprom. „Den BücherFrauen habe ich viele gute Kontakte zu verdanken, beide Netzwerke können viel voneinander profitieren“, erklärte sie.
Mit den BücherFrauen sei sie wieder zur Feministin geworden – welcher Strömung genau sie allerdings angehöre, sei sie sich nicht sicher.

„Die Buchbranche ist weiblich – das muss stärker benannt werden“, forderte Djafari. „Wir müssen einfach machen und dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen.“

Sie erinnerte an die Rede Antje Kunstmanns, die 2013 BücherFrau des Jahres wurde. Kunstmann sagte: Nicht jede Frau muss Kinder kriegen und Karriere machen. „Meine Arbeit als Geschäftsleiterin von Litprom macht mich zufrieden. Ich kann Dinge voranbringen mit meinen wunderbaren Kolleginnen und Kollegen.“
In diesem Sinne dankte sie auch Ingeborg Kaestner, die 2001 BücherFrau des Jahres wurde und sich jahrelang vehement für den LiBeraturpreis engagierte.

„Wenn ich drei Wünsche hätte, so wären das erstens Geld, zweitens Geld und drittens Geld“, schloss sie und forderte auf: „Wir müssen lernen, größer zu denken.“

JF

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